von lif 08.10.2025 14:18 Uhr

Palliativversorgung in Südtirol wird ausgebaut

Die Palliativversorgung in Südtirol wird in den kommenden Jahren gestärkt, um schwerkranken Menschen und ihren Familien eine umfassendere Betreuung zu ermöglichen, heißt es vom Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit. Insgesamt investiert die Landesregierung in den nächsten Jahren 17 Millionen in den Ausbau der öffentlichen stationären Palliativversorgung.

Die Landesregierung investiert in den kommenden Jahren 17 Millionen Euro, um schwerkranken Menschen eine würdevolle und schmerzfreie Begleitung zu ermöglichen. (Foto: LPA/Pexels)

Derzeit wird der Großteil der Palliativpatienten in Südtirol von mobilen Palliativdiensten direkt zu Hause begleitet. 2024 erhielten rund 1.350 Personen eine solche wohnortnahe Betreuung über ihren jeweiligen Gesundheitssprengel. Ergänzend dazu stehen aktuell 29 stationäre Palliativbetten in Hospizeinrichtungen zur Verfügung, in denen im vergangenen Jahr 641 Menschen versorgt wurden, berichtet das Land Südtirol in einer Aussendung. Mit dem geplanten Ausbau wird die Zahl der stationären Betten in der Erwachsenen-Palliativbetreuung auf 46 steigen.

Die bestehenden Einrichtungen in Bozen, Meran und Bruneck werden künftig durch neue Angebote für Erwachsene in Leifers und Brixen und für Kinder und Jugendliche in Prissian ergänzt. In Leifers entstehen im neuen Gemeinschaftshaus zwölf Palliativbetten, die die Versorgung im Unterland und Überetsch deutlich verbessern werden. Die Eröffnung ist für 2026 vorgesehen. Auch in Brixen wird aktuell eine neue Einheit mit fünf Palliativbetten geplant. Sie wird im Ex-Sanatorium des Krankenhauses Brixen untergebracht, sobald das aktuell dort untergebrachte Seniorenwohnheim in seine neue Einrichtung umgezogen ist. Die Finanzierung der neuen Palliativbetten wurde mit dem Nachtragshaushalt 2025 sichergestellt.

Ein besonderes Augenmerk gilt der neuen Palliativ-Care-Einrichtung für Kinder und Jugendliche in Prissian. Dort sollen junge Patienten sowie ihre Familien eine umfassende medizinische, therapeutische und psychologische Betreuung erhalten. Damit die Kinder und Jugendlichen nicht von ihren Angehörigen getrennt sind, entstehen fünf Wohneinheiten für Familien. Zusätzlich ist eine Tagesklinik für ambulante Behandlungen vorgesehen. Der Baustart für diese landesweit einzigartige Einrichtung ist ebenfalls für 2026 geplant, bis spätestens Anfang 2028 soll sie fertiggestellt sein.

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