Euregio-Baukulturpreis erstmals verliehen

Insgesamt wurden 55 Projekte eingereicht: 27 aus Nord- und Osttirol, 19 aus Südtirol und neun aus Welschtirol. Eine Jury wählte je einen Preisträger pro Land aus: Studio Lois (Innsbruck), Lukas Mayr (Percha/Innsbruck) und Campomarzio (Trient/Bozen) erhalten für ihren sensiblen und zukunftsweisenden Umgang mit bestehender Baukultur eine von Lois Anvidalfarei geschaffene Bronzeskulptur. Zudem wurde ein Publikumspreis durch ein Online-Voting ermittelt. Diesen gewann das Innsbrucker Architekturbüro he und du für das Projekt „FELSA“. Der Preis: eine Lithografie des ladinischen Künstlers Anvidalfarei.
Der Tiroler Alt-Landeshauptmann Wendelin Weingartner hat den Euregio-Baukulturpreis mitinitiiert und stiftet ihn für vier Ausgaben, berichtet das LPA in einer Aussendung. Herausragende Bauprojekte sollen beispielhaft zeigen, wie Bauen die Umwelt, Lebensqualität und Identität positiv prägen kann. Wie der Euregio-Präsident, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle betont, schärft der neue Preis das Bewusstsein doppelt: „Einerseits für die gemeinsame kulturelle Basis in der Euregio, andererseits für die Baukultur. Architektur und nachhaltiger Umgang mit Bestand sind zentrale Mittel, um unseren Lebensraum lebenswert zu gestalten und vielfachen Mehrwert zu schaffen“.
Lukas Mayr (von links) erhielt von Rita Illien (Jurorin und Landschaftsarchitektin), Anton Mattle, Philipp Achammer und Landesrat Simone Marchiori den Euregio-Baukulturpreis. (Foto: Land Tirol/Danijel Jovanovic)Â
Auch Südtirols Kulturlandesrat Philipp Achammer betont: „Mit dem Euregio-Baukulturpreis setzen wir ein starkes Zeichen für qualitätsvolles und identitätsstiftendes Bauen im Euregio-Raum. Die Verbindung von Tradition und Innovation schafft nachhaltigen Mehrwert für unsere Lebensräume und spiegelt unsere Identität wider.“ Der Welschtiroler Landesrat für Wohnpolitik, Simone Marchiori, erklärt: „Der heute verliehene Euregio-Preis würdigt die Fähigkeit, unter Achtung der Geschichte und Identität unserer Gebiete auf eine Art und Weise zu bauen, die das Gebiet aufwertet.“
Die Fachjury mit Landschaftsarchitektin Rita Illien, Bauingenieur Jürg Conzett und Architekt Armando Ruinelli  bestimmte die Preisträger.
Bild 1: Preisträger Südtirol: Lukas Mayr, Hauptprojekt Haidacher, Percha (Foto: René Riller)
Bild 2: Preisträger Tirol: Studio Lois, Hauptprojekt Klösterle, Imst (Foto: David Schreyer)
Bild 3: Preisträger Welschtirol: Campomarzio, Hauptprojekt Torri di Madonna Bianca, Trient (Foto: Nicola Cagol)
Bild 4: Publikumspreis: he und du, Hauptprojekt FELSA, Zams (Foto: Christian Flatscher)






