von ag 04.10.2025 13:18 Uhr

KVW-Friedensmarsch in Landeshauptstadt

Mehr als 300 Menschen aus allen Landesteilen sind dem Aufruf des KVW zum Friedensmarsch nach Gries gefolgt. Damit hat der größte Sozialverband Südtirols ein klares öffentliches Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Zusammenhalt gesetzt, heißt es in einer Aussendung.

Friedensmarsch in Gries - Foto KVW

Landesvorsitzender Werner Steiner bezeichnete in seiner Begrüßung den Frieden als ein Geschenk Gottes, das wir suchen und in die Welt tragen müssen. Der Friedensmarsch solle nicht nur ein Weg durch die Straßen, sondern ein Weg in unsere Herzen sein.

 

„Wir müssen Jesu Hände und Füße für den Frieden sein – jede und jeder Einzelne kann einen wertvollen Beitrag leisten“, betonte der geistliche Assistent Karl Brunner bei der feierlichen Vesper in der Grieser Stiftspfarrkirche. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Aus allen sechs Bezirken waren Mitglieder angereist, um couragiert ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von einer Abordnung des gemischten Chors Pfalzen.

Marsch zur Kirche

Im Anschluss machte sich der lange Zug auf den Weg zur alten Grieser Pfarrkirche. Dort erinnerte Kitty de Guelmi von der Schwesterorganisation  ACLI (Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani) an die „Carovana della Pace“, die sich vor wenigen Wochen in Kalabrien aufgemacht hat, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen „Man kann ganz ohne Schwert für etwas kämpfen und sich einsetzen!“

„Frieden ist alternativlos“, erklärte Sepp Kusstatscher von der Friedensinitiative Südtirol. Weltweit sterben täglich Menschen in Kriegen, Millionen leiden unter Gewalt, Flucht und Zerstörung. „Daran dürfen wir uns niemals gewöhnen.“ Angesichts wachsender Spannungen und neuer Aufrüstungspläne brauche es Menschen, die Verantwortung übernehmen und mutig für den Frieden eintreten. „Friede, Gerechtigkeit und Dialog sind keine abstrakten Werte, sondern konkrete Handlungsaufträge an uns alle.“

Beim Friedensmarsch wurde deutlich gemacht:

  • Mit Waffen entsteht kein Frieden. Kriege schaffen Sieger und Besiegte, aber keine Versöhnung.
  • Die Spirale der Aufrüstung ist brandgefährlich. Atomwaffenarsenale und steigende Militärausgaben bedrohen die Zukunft aller Menschen.
  • Christen sind Friedensstifter. „Selig, die Frieden machen!“ – dieser Auftrag verpflichtet zu Engagement für Gerechtigkeit, Dialog und Gewaltfreiheit.

Der Gedenktag des Seligen Josef Mayr-Nusser, der am 3. Oktober gefeiert wird, wurde bewusst für die Veranstaltung gewählt. Sein mutiger Widerstand gegen das NS-Regime und seine Verweigerung des SS-Eids auf Hitler sind ein leuchtendes Beispiel für Zivilcourage und gelebten Glauben.

Bei der feierlichen Vesper in Gries – Foto: KVW

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