von lif 03.10.2025 08:24 Uhr

Frauen oder Männer? Wer sich in Südtirol mehr fortbildet

Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat Zahlen zur Weiterbildung in Südtirol aus dem Jahr 2024 veröffentlicht. Sie zeigen, dass viele Menschen im Land Fortbildungsmöglichkeiten nutzten, besonders in bestimmten Themenbereichen.

Symbolbild Pixabay

Im Vorjahr wurden in Südtirol 19.172 Weiterbildungskurse abgehalten. Daran nahmen 304.469 Personen teil und insgesamt wurden 323.084 Stunden an Unterricht angeboten.

Der durchschnittliche Kurs zählte 15,9 Teilnehmer und dauerte 16,9 Stunden.

Arbeits­sicherheit an der Spitze

Den größten Zulauf gab es im Bereich „Arbeitssicherheit und Umweltschutz“. Er umfasste 34,4 Prozent aller Kurse und 26,9 Prozent aller Teilnehmer. Weitere große Bereiche waren „Gesundheit, Soziales und Wohlbefinden“ mit 14,9 Prozent der Kurse sowie „Kultur und Persönlichkeitsbildung“ mit 12,6 Prozent. Obwohl in letzterem Bereich weniger Veranstaltungen stattfanden, war die Teilnahme dort höher (18,8 Prozent) als im Gesundheitsbereich (12,6 Prozent).

Frauen stärker vertreten

Insgesamt waren 61,8 Prozent der Teilnehmer Frauen, Männer machten 38,2 Prozent aus. Besonders hoch war der Frauenanteil bei Kursen zu „Gesundheit, Soziales und Wohlbefinden“ (83,5 Prozent), „Küche und Hauswirtschaft“ (72,1 Prozent) sowie „Hobby, Freizeit, Muße“ (70,5 Prozent).

Mehr Männer nahmen hingegen in den Bereichen „Industrie, Handwerk und Bauwesen“ (75,9 Prozent), „Land- und Forstwirtschaft“ (62,4 Prozent) und „Arbeitssicherheit und Umweltschutz“ (52,7 Prozent) teil.

Präsenzunterricht bleibt beliebt

Von den insgesamt 19.172 Kursen fanden 14.981 in Präsenz statt. 4.063 wurden online abgehalten, und 128 kombinierten beides als Blended Learning. Insgesamt besuchten 73,5 Prozent der Teilnehmer Präsenzkurse, 25,9 Prozent waren online dabei und 0,6 Prozent nahmen an Blended-Learning-Angeboten teil.

Besonders beliebt war der Präsenzunterricht in den Bereichen „Hobby, Freizeit, Muße“ (99,1 Prozent), „Land- und Forstwirtschaft“ (98,7 Prozent) und „Küche und Hauswirtschaft“ (98,7 Prozent).

Online-Angebote waren vor allem bei „Arbeitssicherheit und Umweltschutz“ (46,6 Prozent) sowie „Informatik und neue Technologien“ (22,0 Prozent) verbreitet. Blended Learning wurde am häufigsten bei Sprachkursen (3,7 Prozent) genutzt.

In den Bereichen „Dienstleistungen“ (63,5 Prozent) und „Informatik und neue Technologien“ (54,9 Prozent) war der Anteil der Online-Teilnahme sogar höher als jener der Präsenzkurse.

Viele Organisationen in Bozen

ASTAT hat 88 Weiterbildungsorganisationen im Land erhoben. Vier davon haben im Jahr 2024 keine Veranstaltungen angeboten.

Die meisten Anbieter sitzen in den Städten: 58 in Bozen, fünf in Meran und fünf in Brixen.

Angebot und Teilnahme nach Regionen

Der Index des Kursangebots lag bei 28 Kursen je 1.000 Einwohner. Bozen führte mit 55,3 Kursen je 1.000 Einwohner an, gefolgt von den Bezirksgemeinschaften Eisacktal (32,7), Burggrafenamt (24,3) und Vinschgau (23,2).

Weniger Kurse im Verhältnis zur Bevölkerung gab es im Überetsch-Südtiroler Unterland (14,5) und im Pustertal (16,0). Dabei sei aber  zu beachten, dass Kurse oft auch von Personen aus anderen Landesteilen besucht werden.

Die durchschnittliche Teilnahmequote lag bei 419,1 Teilnehmer je 1.000 Einwohner. Am höchsten war sie in Bozen (766,5), gefolgt vom Eisacktal (498,3) und Salten-Schlern (396,5). Die niedrigsten Werte verzeichneten Überetsch-Südtiroler Unterland (232,6), Wipptal (280) und Pustertal (291).

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