von lif 03.10.2025 07:50 Uhr

Österreichweiter Zivilschutz-Probealarm: Auch Südtiroler betroffen

Am morgigen Samstag, den 4. Oktober, wird in Österreich ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm durchgeführt: Zwischen 12.00 Uhr und 12.45 Uhr werden nach dem Signal Sirenenprobe die drei Zivilschutzsignale Warnung, Alarm und Entwarnung in ganz Österreich ausgelöst. In Ergänzung zum Test der Zivilschutzsirenen wird auch das Bevölkerungswarnsystem AT-alert insgesamt zwei Mal ausgelöst. 

Das Landes-Warn- und Lagezentrum Tirol löst am morgigen Samstag (4. Oktober) zwischen 11.45 Uhr und 13.15 Uhr zweimal das Bevölkerungswarnsystem AT-alert aus, dessen Signal auch in Südtirol empfangen werden kann. (Foto: LPA/Landes-Warn- und Lagezentrum Tirol in Innsbruck)

Die österreichweite Auslösung erfolgt durch das österreichische Innenministerium sowie durch die jeweiligen Landeswarnzentralen der Länder, in Tirol durch das Landes-Warn- und Lagezentrum Tirol zwischen 11.45 Uhr und 13.15 Uhr, berichtet dessen Leiter Thomas Geiler. Wie das LPA in einer Aussendung berichtet, besteht die Möglichkeit, dass diese Testwarnnachricht insbesondere in den Grenzregionen auch in Nachbarstaaten übertragen wird. Deshalb kann diese Warnmitteilung in Grenznähe auch von Mobiltelefonen in Südtirol empfangen werden, wenn sich diese in der vom Testalarm betroffenen Mobilfunkzelle befinden, dies wird in der Fachsprache als Overshooting bezeichnet. „Wenn jemand auf seinem Mobiltelefon in Südtirol also am Samstag um die Mittagszeit eine Nachricht von AT-alert erhält, ist es gut zu wissen, dass es sich um einen Test dieses Alarmierungssystems in der Nachbarschaft handelt und die Nachricht durch Overshooting, also das Hinausschießen über das ‚Sollgebiet‘, zu uns gelangt und keinerlei Handlungsaufforderung beinhaltet“, informiert der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger.

Modernstes Alarmierungssystem mit Cell-Broadcast-Technologie

Das Alert-System gilt als das modernste Alarmierungssystem und ist europaweit seit Ende 2022 in Funktion. Das Alarmierungssystem wurde in Südtirol zum ersten Mal vor zwei Jahren getestet. Alert-Nachrichten basieren auf der Cell-Broadcast-Technologie, einer einseitigen Kommunikationsart für kurze Textnachrichten, die in den Mobiltelefonnetzen zur Verfügung steht. Wenn die Alert-Benachrichtigung auf dem Gerät eintrifft, werden alle anderen Funktionen des Mobiltelefons vorübergehend blockiert. Um das Gerät wieder normal nutzen zu können, muss auf die Benachrichtigung getippt werden, um den Empfang zu bestätigen. Behörden, die die Bevölkerung im Katastrophenfall warnen wollen, brauchen keine persönlichen Daten von Handybesitzern, keine Telefonnummer, keinen Standort. Die zuständigen Institutionen warnen anonym alle, die sich in diesem Moment in einem Gefahrenbereich befinden.

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