Südtiroler Gastronomen fordern mehr Respekt für den Kaffeepreis

Italien bleibt das günstigste Espresso-Land
Eine aktuelle Erhebung des italienischen Gastwirteverbandes FIPE-Confcommercio zeigt: Italien liegt beim Espresso im europäischen Vergleich nach wie vor am unteren Ende der Preisskala.
Während Gäste in Kopenhagen bis zu 4,70 Euro und in Wien 4,50 Euro zahlen, kostet die Tasse in Italien im Schnitt rund 1,20 Euro. In Südtirol liegt der Durchschnittspreis laut hds bei 1,47 Euro – leicht über dem nationalen Wert, aber deutlich unter den Preisen anderer europäischer Hauptstädte.
Steigende Kosten belasten Betriebe
Dass der Kaffee hierzulande etwas teurer ist, hat Gründe: „Höhere Rohstoffpreise, steigende Löhne, Immobilien- und Energiekosten schlagen massiv zu Buche“, erklärt Kurt Unterkofler, Präsident der Gastronomiesparte im hds.
„Die aktuellen Preise sind eigentlich zu niedrig und gefährden langfristig die wirtschaftliche Basis der Betriebe.“
Lebensqualität statt Luxus
Der hds wehrt sich deshalb gegen Kritik an steigenden Kaffeepreisen. „Unsere Gastronomie ist kein Luxusgut, sondern Teil der Lebensqualität in Südtirol“, betont Moser.
Unterkofler ergänzt: „Unsere Wirte und Barkeeper schenken uns Momente der Freude und Geselligkeit – dafür verdienen sie Anerkennung statt Vorwürfe.“
„Südtirol steht für ein ausgewogenes Verhältnis“
Für den hds steht jedenfalls fest: Ein fairer Kaffeepreis sei nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern auch ein Ausdruck von Respekt gegenüber der Arbeit der Gastronomen. „Südtirol steht für ein ausgewogenes Verhältnis von Qualität, Kultur und Preis – und damit für gelebte Lebensfreude“, so Moser.






