Medizinstudium in Bozen: Zweites Studienjahr gestartet

Start ins neue Studienjahr
Am gestrigen Montag haben sich die Hörsäle der Claudiana in Bozen erneut mit Leben gefüllt: Das zweite Studienjahr des englischsprachigen Medizinstudiengangs Medicine and Surgery ist angelaufen. 60 neue Studierende wurden aufgenommen, sodass nun insgesamt 120 Personen in Bozen Medizin studieren. Beim Auftakt war auch der Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner, anwesend. Er ermutigte die Studierenden, ihr Studium mit „Neugier, Engagement und Bescheidenheit“ zu bestreiten und betonte die Bedeutung des Lernens im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie im direkten Kontakt mit Patientinnen und Patienten.
Ausbildung und Perspektiven
Laut LPA wird der sechsjährige Studiengang von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand gemeinsam mit dem Land Südtirol und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb angeboten. Theorie und praktische Übungen finden an der Claudiana statt, die klinische Ausbildung in den Einrichtungen des Südtiroler Sanitätsbetriebs sowie des Landeskrankenhausnetzwerks. Ziel ist es, dem Ärztemangel entgegenzuwirken, Südtirol als Gesundheitsstandort attraktiver zu machen und neue berufliche Chancen zu eröffnen. Für das Studienjahr 2025/26 stehen erneut 60 Plätze bereit – 50 für EU-Bürgerinnen und -Bürger und zehn für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger. Insgesamt bewarben sich 480 Interessierte, 365 legten die Aufnahmeprüfung ab.
Finanzielle Unterstützung
Die Università Cattolica stellt leistungs- und einkommensabhängige Stipendien zur Verfügung. Zusätzlich können Studierende mit einem Zweisprachigkeitsnachweis (Deutsch-Italienisch, Niveau B2) eine Landesförderung beantragen. Diese ist an die Verpflichtung gebunden, innerhalb von zehn Jahren nach Abschluss der Facharztausbildung vier Jahre im Südtiroler Sanitätsbetrieb zu arbeiten. Im laufenden Studienjahr nahmen 35 von 60 Studierenden diese Förderung in Anspruch. Weitere zehn Studierende besuchen zudem die neuen Sprachkurse, die in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen eingerichtet wurden.
Foto: LPA/Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit






