von mmh 28.09.2025 18:06 Uhr

Kickl tobt nach Freispruch im Fall um 12- Jährige

Die Aufregung rund um den Prozess einer 12-Jährigen nimmt kein Ende. Nach dem Freispruch aller zehn Jugendlichen sorgt nun ein Facebook-Post von FPÖ-Chef Herbert Kickl für Schlagzeilen.

APA/HELMUT FOHRINGER

Skandal-Urteil schockt Österreich

Der Fall hat das ganze Land erschüttert: Zehn Jugendliche sollen eine damals 12-Jährige in Wien-Favoriten mehrfach missbraucht haben – in Wohnungen, Parkhäusern und sogar Kinderzimmern. Auf einem heimlich aufgenommenen Video ist die Stimme des Mädchens mit dem Satz „Hör auf!“ zu hören. Dennoch entschied das Gericht auf Freispruch für alle Angeklagten. Die Begründung: Die Burschen hätten geglaubt, das Mädchen sei bereits 14 Jahre alt. Opfer-Anwalt Sascha Flatz sprach danach von einer „Justiz-Schande“ mit „fataler Wirkung nach außen“.

Deutliche Worte auf Facebook

Kickl machte in einem Statement klar, dass er den Ausgang des Verfahrens nicht nachvollziehen könne. „Viele Menschen sind nach diesem Urteil fassungslos“, so der FPÖ-Chef. Für die Familie des Mädchens sei der Freispruch „ein Schock, der das Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellt“.

Der freiheitliche Parteichef sieht in dem Urteil auch ein Signal, das weit über den Einzelfall hinausgehe: „Ein zwölfjähriges Kind kann unmöglich freiwillig mit zehn Burschen in ein Zimmer gehen – das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand.“

Kritik an Justiz und Angeklagten

Besonders hart ging Kickl mit dem Verhalten der Jugendlichen nach dem Urteil ins Gericht. Dass einer von ihnen den Stinkefinger zeigte, bezeichnete er als „Skandal der Sonderklasse“. Er warnt: „In diesem Land läuft etwas gründlich falsch – vor allem, wenn der Schutz junger Mädchen nicht mehr gewährleistet ist.“

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