von mmh 24.09.2025 18:16 Uhr

„Wir wollen gehört werden“ – Menschen mit Behinderung im Landtag

Wie leben Menschen mit Behinderung in Südtirol? Welche Hürden gibt es in Schule, Beruf und im täglichen Leben? Und was braucht es, um ihre Situation spürbar zu verbessern? Mit diesen Fragen befasste sich am Mittwoch (24. September) eine Anhörung des IV. Gesetzgebungsausschusses im Landtag.

(Foto: Südtiroler Landtag/Werth)

Unter dem Vorsitz von Waltraud Deeg kamen Betroffene, Angehörige, Vereine, Verbände und Vertreter öffentlicher Dienste zu Wort. Ihr Ziel: Den Abgeordneten unmittelbar zu schildern, wo es hakt – und welche Lösungen sie sich wünschen.

„Wertvolle Informationen für die politische Arbeit“

„Es war uns sehr wichtig, möglichst vielen Raum zu geben und ihre Lebens- und Arbeitsrealität zu hören“, erklärte Deeg. Die Beiträge reichten von Mobilitätshürden über die schulische Inklusion bis hin zur beruflichen Eingliederung. Auch Ombudspersonen und Vertreter des Gesundheitsbetriebes sowie der Sozialdienste Bozen schilderten ihre Sicht.

Kritik: „Gesetze werden nicht eingehalten“

Der Antrag zur Anhörung kam von Alex Ploner (Team K). Er sprach von einem „äußerst wichtigen Moment“ im Landtag: „Viele Themen wurden direkt und unverblümt angesprochen. Jetzt ist die Politik gefordert, Lösungen zu liefern und den Alltag von Betroffenen wirklich leichter zu machen.“

Ploner erinnerte daran, dass es bereits gesetzliche Grundlagen gebe – diese würden jedoch oft nicht umgesetzt. Häufig gefordert wurden auch mehr Ressourcen für den sozialen Bereich und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen.

Fehlende Landesregierung sorgt für Stirnrunzeln

Für Kritik sorgte die geringe Präsenz der Landesregierung: „Schade, dass sie – bis auf eine Ausnahme – durch Abwesenheit geglänzt hat“, so Ploner.

Deeg kündigte an, die Vielzahl an Inputs nun in die politische Arbeit einfließen zu lassen: „Das Wissen und die Erfahrung der Betroffenen sind für uns eine wertvolle Grundlage.“

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