von mmh 24.09.2025 08:58 Uhr

Kostenexplosion in Brixen – Brücke frisst Steuergelder

Die Sanierung der historischen Widmannbrücke in Brixen entwickelt sich immer mehr zum finanziellen Alptraum. Kaum ist ein Kostenrahmen beschlossen, flattert schon die nächste Hiobsbotschaft herein: Mit der jüngsten Bilanzänderung werden erneut 500.000 Euro zusätzlich fällig – und das ohne eine nachvollziehbare Begründung.

(Bild: STF)

Während die Bürger tief in die Tasche greifen müssen, scheint aufseiten der Verantwortlichen alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Missmanagement und Planungsfehler stehen im Raum, doch Konsequenzen? Fehlanzeige.

„Es kann nicht sein, dass ein Projekt dieser Größenordnung ohne transparente Kostenkontrolle geführt wird und am Ende der Bürger geschröpft wird“, kritisiert Stefan Unterberger, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit. Er fordert eine volle Aufklärung und klare Verantwortlichkeiten.

Auch Ortssprecher Konrad Unterfrauner schlägt Alarm: „Wenn wir heute fast 500.000 Euro nachschießen müssen, ohne dass die Finanzierung endgültig geklärt ist, dann läuft hier etwas fundamental falsch.“ Er stellt sogar die Frage, ob nicht ein Neubau im gleichen Stil günstiger und effizienter gewesen wäre als das Sanierungschaos.

Die Forderungen der Süd-Tiroler Freiheit sind deutlich:

  • Lückenlose Aufarbeitung der bisherigen Vorgänge
  • Klare Zuweisung von Verantwortung für die Kostenexplosion
  • Vergleich mit Neubaukosten, um Transparenz zu schaffen

Fakt ist: Die Widmannbrücke ist mehr als nur ein Bauprojekt. Sie steht inzwischen sinnbildlich für die Frage, wie in Südtirol mit öffentlichen Geldern umgegangen wird – und wie oft am Ende die Bürger die Zeche zahlen.

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