Virus in Norditalien auf dem Vormarsch – Gefahr auch für Österreich

Die Krankheit kann hohes Fieber, starke Gelenkschmerzen und langanhaltende Beschwerden verursachen. Besonders ältere oder immungeschwächte Menschen sind gefährdet. Die Schmerzen in den Gelenken können Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten.
In Verona reagiert die Stadt mit großangelegten Desinfektionsmaßnahmen, um die Tigermücken zu bekämpfen. Die Behörden warnen zudem vor größeren Menschenansammlungen, mehrere Volksfeste wurden bereits abgesagt. Ein direkter Mensch-zu-Mensch-Übertragungsweg besteht nicht.
Ursprung und Ausbreitung rätselhaft
Experten versuchen derzeit, den Ursprung des Ausbruchs zu klären, da alle Fälle einheimisch sind. Das italienische Gesundheitsinstitut ISS ruft die Bevölkerung auf, stehendes Wasser in Blumentöpfen, auf Friedhöfen oder anderen Flächen zu vermeiden, um die Mückenvermehrung einzudämmen. Bislang gab es keine Todesfälle, landesweit wurden über 200 Erkrankungen gemeldet.
Chikungunya breitet sich auch in Südfrankreich aus
Unterdessen kämpft auch Südfrankreich gegen das Virus. In Antibes, nahe Nizza, wurden 71 Fälle registriert, vor allem im Norden der Stadt in Autobahnnähe.
Das Chikungunya-Virus ist laut Österreichischer Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in zahlreichen afrikanischen, asiatischen und karibischen Ländern verbreitet. Auch in Südeuropa kam es immer wieder zu Ausbrüchen: Italien seit 2007, Frankreich seit 2015 und Spanien seit 2017.
Experten warnen, dass das Virus durch die Tigermücke auch auf Österreich zukommen könnte, besonders wenn die Temperaturen im Sommer hoch bleiben. Reisende in betroffene Gebiete sollten daher vorsorglich Insektenschutzmittel verwenden und besonders gefährdete Personen eine Impfung in Betracht ziehen.






