von mmh 17.09.2025 08:20 Uhr

Nordtirol im Alarmmodus: Wolf und Bär verursachen Tierverluste

In Nordtirol spitzt sich die Situation rund um große Beutegreifer weiter zu. Nachdem am Wochenende im Gemeindegebiet von Kirchdorf im Bezirk Kitzbühel ein verletztes Rind gefunden wurde, hat die Landesregierung nun die nächste Abschussverordnung für einen Wolf beschlossen. Gleichzeitig gibt es im Bezirk Landeck erneut Hinweise auf einen Bären.

Bild: APA/dpa

Der zuständige Amtstierarzt sieht beim Fall in Kirchdorf deutliche Hinweise auf die Beteiligung eines Wolfes. Deshalb tritt ab Mitternacht eine Abschussverordnung in Kraft, die bis Ende Oktober gültig ist und sich über einen Radius von zehn Kilometern um den Fundort erstreckt. Die betroffene Jägerschaft wurde bereits informiert.

Damit wurden in diesem Jahr bereits 23 Abschussverordnungen in Nordtirol erlassen, von denen aktuell noch acht aufrecht sind. Fünf Wölfe konnten bisher tatsächlich erlegt werden.

Verdacht auf Bärenriss in Nauders

Parallel sorgt ein weiterer Fall im Bezirk Landeck für Aufsehen. In Nauders wurde ein totes Schaf entdeckt – der Amtstierarzt hält es für wahrscheinlich, dass ein Bär das Tier gerissen hat. Tupferproben wurden bereits zur genetischen Untersuchung nach Wien geschickt. Insgesamt wurde im heurigen Jahr bereits elf Mal ein Bär im Bezirk Landeck nachgewiesen, zuletzt anhand von Haarproben in Pfunds.

Die Landesregierung betont, dass für die Bevölkerung aktuell keine erhöhte Gefahr durch Bären besteht. Die Tiere seien vor allem nachts aktiv und würden meist durch Wildkameras oder genetische Untersuchungen nachgewiesen.

Das Land Nordtirol ruft Bürgerinnen und Bürger erneut dazu auf, Sichtungen von Wolf, Bär oder Luchs über das offizielle Online-Formular zu melden. Weitere Informationen stellt die Landesregierung unter www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs bereit.

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