von ag 15.09.2025 12:53 Uhr

Durchstich gefeiert – doch Zweifel an Nutzen und Zeitplan des BBT

Während der Durchstich am Brennerbasistunnel als technische Glanzleistung gefeiert wird, übt die Tiroler FPÖ scharfe Kritik an der Politik. Verkehrssprecherin Evelyn Achhorner bezweifelt eine nachhaltige Verkehrsverlagerung auf die Schiene und warnt vor Verzögerungen bis 2040.

Foto: LPA/BBT

„Der Durchstich am Brenner im Brennerbasistunnel, mehr als ein Kilometer unter der Erde, ist eine Feierlichkeit wert“, hält FPÖ-Verkehrssprecherin im Tiroler Landtag, Landtagsabgeordnete Evelyn Achhorner in einer Aussendung fest und konkretisiert: „Feiern dürfen aber nur die Techniker und Arbeiter, die diese Meisterleistung im Tunnelbau geplant und gebaut haben. Die österreichische Ingenieurskunst ist auf einem Weltklasseniveau. Nur die politische Leistung ist keine Feier in Wahrheit würdig.“

Welcher Politiker habe den Mut, die richtigen Zahlen zu vergleichen. „Die Kapazität des Tunnels, 400 Züge täglich, vorausgesetzt die Zulaufstrecken in Deutschland werden gebaut, ist nicht genug, um eine nachhaltige Verlagerung auf die Schiene zu erreichen“, fügt Achhorner an, die konkretisiert: „Man muss der Bevölkerung die Wahrheit sagen, dass die Verlagerung von der Straße auf die Schiene endwollend ist. So retten sich Landeshauptmann Anton Mattle und der Verkehrslandesrat Renè Zumtobel derzeit mit Absagen eines Slotsystems und einer Verlagerungspflicht über die Legislaturperiode, wohlwissend dass sich das nie ausgehen wird.“

Achhorner weiters: „Ein paar Tage nach dem feierlichen Durchstich wird man dann auf den Boden der Realität kommen müssen, dass sich das Ziel der Fertigstellung im Jahr 2032 nicht ausgehen wird, optimistisch kann man wohl mit dem Jahr 2040 rechnen. Die technische Meisterleistung ist Grund zum Feiern, die Politik sollte sich aber wahrheitsgetreuere Szenarien der Verkehrsentlastung für die Tiroler Bevölkerung überlegen.“

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