von ih 14.09.2025 06:40 Uhr

FPÖ kritisiert Aus für Wien–Bozen-Direktzug

Das Ende der Direktverbindung zwischen Wien und Bozen sorgt für politischen Wirbel. Die Südtiroler Landesregierung hat angekündigt, den Vertrag mit den ÖBB nach 2026 nicht mehr zu verlängern – und damit den Railjet einzustellen, der bislang einmal täglich Südtirol mit der Bundeshauptstadt verband (UT24 berichtete).

Der ÖBB-Railjet im Bahnhof von Bozen - Foto: Helmut Uttenthaler/Twitter

Qualität der ÖBB schuld?

Der Nationalratsabgeordnete und Südtirolsprecher Christofer Ranzmaier (FPÖ) zeigt sich empört: „Wenn eine symbolträchtige Verbindung wie der direkte Railjet wegen permanenter Verspätungen und Ausfällen eingestellt wird, ist das nicht nur ein verkehrspolitisches Armutszeugnis, sondern auch ein herber Rückschlag für die Gesamttiroler Idee in diesem vermeintlich grenzenlosen Europa.“

Ranzmaier kritisiert, dass große Worte über grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Verkehrswende nicht mit der Realität übereinstimmen: „Südtirol verabschiedet sich von dieser Verbindung, weil die Qualität auf österreichischer Seite nicht stimmte. Das spricht Bände über den Umgang der Republik mit ihrem Herzensanliegen Südtirol.“

Anfrage an Verkehrsministerin folgt

Für den FPÖ-Südtirolsprecher sei der Zug mehr als nur ein Verkehrsmittel gewesen: „Die Verbindung zwischen Nord- und Südtirol wäre nicht nur eine infrastrukturelle Brücke gewesen, sondern auch ein politisches Signal. Mit dem Railjet hat man wortwörtlich das Verbindende aufs Gleis gesetzt.“

Ranzmaier kündigt an, eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsministerin Leonore Hanke (SPÖ) einzubringen. Darin soll dokumentiert werden, wie häufig es zu Verspätungen und Ausfällen kam, welche Ursachen dafür verantwortlich waren und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Ziel sei es herauszufinden, warum es trotz aller Bemühungen nicht gelungen sei, das Vertrauen der Südtiroler Seite zu erhalten.

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