FPÖ kritisiert Aus für Wien–Bozen-Direktzug

Qualität der ÖBB schuld?
Der Nationalratsabgeordnete und Südtirolsprecher Christofer Ranzmaier (FPÖ) zeigt sich empört: „Wenn eine symbolträchtige Verbindung wie der direkte Railjet wegen permanenter Verspätungen und Ausfällen eingestellt wird, ist das nicht nur ein verkehrspolitisches Armutszeugnis, sondern auch ein herber Rückschlag für die Gesamttiroler Idee in diesem vermeintlich grenzenlosen Europa.“
Ranzmaier kritisiert, dass große Worte über grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Verkehrswende nicht mit der Realität übereinstimmen: „Südtirol verabschiedet sich von dieser Verbindung, weil die Qualität auf österreichischer Seite nicht stimmte. Das spricht Bände über den Umgang der Republik mit ihrem Herzensanliegen Südtirol.“
Anfrage an Verkehrsministerin folgt
Für den FPÖ-Südtirolsprecher sei der Zug mehr als nur ein Verkehrsmittel gewesen: „Die Verbindung zwischen Nord- und Südtirol wäre nicht nur eine infrastrukturelle Brücke gewesen, sondern auch ein politisches Signal. Mit dem Railjet hat man wortwörtlich das Verbindende aufs Gleis gesetzt.“
Ranzmaier kündigt an, eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsministerin Leonore Hanke (SPÖ) einzubringen. Darin soll dokumentiert werden, wie häufig es zu Verspätungen und Ausfällen kam, welche Ursachen dafür verantwortlich waren und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Ziel sei es herauszufinden, warum es trotz aller Bemühungen nicht gelungen sei, das Vertrauen der Südtiroler Seite zu erhalten.






