Medizin-Fakultät in Bozen: Für Südtiroler ein Flop? – Teil 2

Vor diesem Hintergrund hat UT24 zwei Fragen an die politischen Vertreter im Landtag gestellt. Die ersten Antworten liegen nun vor – gestern haben wir die Stellungnahme von Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit veröffentlicht.
Die Fragen
- Wie kann diese Fakultät unter den gegebenen Umständen tatsächlich einen wirksamen Beitrag zur Lösung des Ärztemangels in Südtirol leisten?
- Worin liegt der konkrete Mehrwert für die medizinische Versorgung der Südtiroler Bevölkerung, wenn der Großteil der Absolventinnen und Absolventen aller Voraussicht nach nicht in Südtirol tätig sein wird?
Stellungnahme von Jürgen Wirth Anderlan von der Liste JWA
Für Südtirol ist die Ausbildung von fremden Ärzten und Pflegekräften, welche anschließend wieder in ihre Heimat zurückkehren, ein reines Verlustgeschäft. Deshalb muss man sicherstellen, dass primär heimische Ärzte ausgebildet werden, diese in Südtirol bleiben oder – falls sie im Ausland studiert haben – wieder nach Südtirol zurückkehren. Dafür gibt es keine einfache Lösung. Es braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Angefangen bei höheren Löhnen, Wohnangeboten, einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber ebenso sollten wir über eine zeitliche Bindung von Pflegekräften und Ärzten an den öffentlichen Dienst nachdenken. z.B. indem wir jungen Ärzten günstige oder kostenlose Wohnungen und eine hochwertige Ausbildung ermöglichen, sie sich im Gegenzug aber dazu verpflichten, mindestens fünf Jahre in Südtirol zu bleiben oder – im Falle der Abwanderung – einen Teil der Ausbildungskosten zurückzuzahlen.
Morgen die Stellungnahme von den Freiheitlichen
Morgen erscheint Teil 3 mit der ausführlichen Stellungnahme von Otto Mahlknecht von den Freiheitlichen. Damit wird die Diskussion rund um die neue Medizin-Fakultät in Bozen fortgesetzt und um eine weitere Perspektive ergänzt.






