von ih 12.09.2025 13:05 Uhr

„Südtiroler sollen nach Rom fahren, aber nicht nach Wien“

Die direkte Railjet-Verbindung von Bozen nach Wien steht vor dem Aus. Ab kommendem Jahr soll der Vertrag mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nicht verlängert werden (UT24 berichtete). Damit entfällt eine zentrale Zugverbindung in die österreichische Hauptstadt – sehr zum Ärger der Süd-Tiroler Freiheit.

STF-Klubobmann Sven Knoll - Foto: STF

Südtirol in italienischer Abhängigkeit

Die Süd-Tiroler Freiheit spricht von einem „verkehrspolitischen Wahnsinn“ und wirft der Landesregierung vor, einen eindeutigen Beschluss des Südtiroler Landtages zu ignorieren. Dieser hatte sich zuvor mit breiter Mehrheit für den Erhalt und Ausbau der Direktverbindung nach Wien ausgesprochen.

„Die direkte Zugverbindung nach Wien ist mehr als nur eine Fahrmöglichkeit. Sie ist ein Zeichen der Verbundenheit mit unserem Vaterland Österreich“, betont der Landtagsabgeordnete Sven Knoll. Aus seiner Sicht werde Südtirol mit dieser Entscheidung immer stärker in die italienische Abhängigkeit gedrängt.

„Ein verkehrspolitischer Wahnsinn“

Die Süd-Tiroler Freiheit verweist zudem auf die Bedeutung der Verbindung für Studenten, Pendler und Touristen. Wien sei ein zentrales Ziel für Ausbildung, Arbeit und Reisen.

Sven Knoll kritisiert: „Es ist verkehrspolitischer Wahnsinn, eine direkte Verbindung nach Wien einzustellen, während gleichzeitig Millionen Euro in neue Züge Richtung Italien gesteckt werden. Damit setzt die Landesregierung ein klares Signal: Die Südtiroler sollen nach Rom fahren, aber nicht nach Wien.“

Die politische Bewegung fordert nun die sofortige Rücknahme der Entscheidung und den Erhalt der Railjet-Verbindung. Statt die Nord-Süd-Achse zu schwächen, müsse die Anbindung an Österreich gezielt ausgebaut werden, so die Forderung.

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