von mmh 09.09.2025 14:47 Uhr

Widmann fordert Palliativversorgung rund um die Uhr

Sterben in Würde – das sollte für alle Menschen möglich sein. In Südtirol jedoch stößt die häusliche Palliativversorgung an Grenzen: Derzeit ist eine Betreuung zuhause nur nach vorheriger Anmeldung und während der Bürozeiten von Montag bis Freitagmittag verfügbar.

Thomas Widmann - Foto: Liste „Für Südtirol mit Widmann“

Angehörige berichten von bürokratischen Hürden

Der Landtagsabgeordnete Thomas Widmann macht auf diese Versorgungslücke aufmerksam. „Viele Sterbende möchten ihre letzten Tage und Stunden in der vertrauten Umgebung ihres Zuhauses verbringen – bei ihren Liebsten. Doch organisatorische Hürden zwingen sie oft ins Krankenhaus, obwohl es medizinisch nicht notwendig wäre“, erklärt Widmann.

Angehörige berichten von einem bürokratischen Hindernislauf: Hausärzte verweisen auf den Bereitschaftsdienst, dieser wiederum auf die Zuständigkeit anderer Stellen. Ergebnis: Wer außerhalb der Bürozeiten palliative Hilfe braucht, hat kaum Chancen, zuhause betreut zu werden.

24/7-Versorgung als Ziel

Widmann fordert die Landesregierung auf, die häusliche Palliativversorgung auszubauen und eine flächendeckende 24/7-Betreuung sicherzustellen. Dazu will er Zahlen und Informationen über die derzeitige Organisation, personelle Ressourcen und die Häufigkeit von Wochenendversorgungen einfordern.

„Es ist gesetzlich verankert, dass jeder Mensch ein Recht auf adäquate Schmerz- und Palliativversorgung hat – auch zuhause. Dieses Recht darf nicht auf Bürozeiten reduziert werden“, betont Widmann.

Die Forderung nach einer rund um die Uhr verfügbaren häuslichen Palliativbetreuung rückt nun in den Fokus der Politik – für eine menschenwürdige Begleitung in den letzten Lebensmomenten.

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