von ih 08.09.2025 14:44 Uhr

Liste JWA fordert Transparenz bei Vereinsförderungen

Die Liste JWA will mehr Offenheit bei der Verwendung öffentlicher Gelder für Vereine und bei der Mitgliedschaft von Regierungsmitgliedern in diesen Organisationen. „Millionen an Steuergeldern fließen an Vereine wie die Caritas, den Ost-West-Club oder das Haus der Solidarität. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, wofür dieses Geld verwendet wird und ob Landesräte dort Mitglied sind“, erklärt der Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan.

Foto: Liste JWA

Genauere Prüfung gefordert

Bereits im August dieses Jahres hatte die Liste JWA mit mehreren Landtagsanfragen zur Finanzierung von Vereinen für Aufmerksamkeit gesorgt. Kritiker warfen der Partei damals vor, zivilgesellschaftliche Organisationen unter Druck setzen zu wollen. Jürgen Wirth Anderlan weist diesen Vorwurf zurück: „Es geht uns nicht darum, Vereine mundtot zu machen. Wenn große Summen an Steuergeldern verteilt werden, muss dies transparent und nachvollziehbar sein.“

Die Anfragen der Liste JWA richteten sich unter anderem an Projekte von parteinahen Organisationen, Schulinitiativen sowie Vereine von Einwanderern. Während bei klassischen Ehrenamtsstrukturen wie Musikkapellen, Schützen oder Feuerwehren der Nutzen für die Allgemeinheit klar sei, fordert Wirth Anderlan bei Initiativen wie Pride-Veranstaltungen, der Antifa Meran oder linken Jugendvereinen eine genauere Prüfung.

„Wer nichts zu verbergen hat, muss auch nichts befürchten“

„Diese Gruppen haben eine klare ideologische Ausrichtung. Da muss offengelegt werden, welchen Mehrwert sie für die Südtiroler Gesellschaft bringen und ob Regierungsmitglieder dort Mitglied sind“, so der JWA-Abgeordnete.

Die Liste JWA kündigt an, ihre parlamentarische Kontrollarbeit auch künftig konsequent fortzusetzen – ungeachtet der Kritik, die sie dafür erntet. „Wer nichts zu verbergen hat, muss auch nichts befürchten. Transparenz ist ein Grundprinzip demokratischer Politik“, betont Wirth Anderlan.

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