Bürokratieabbau gemeinsam vorantreiben

Große Beteiligung zeigt Wunsch nach weniger Bürokratie
Die hohe Teilnahme an der Landesinitiative „Gemeinsam vereinfachen“ macht eines deutlich: Weniger Bürokratie ist ein breiter Wunsch in Südtirol. Auch der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) sieht im Bürokratieabbau einen entscheidenden Schlüssel, um die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft des Handwerks zu sichern.
Ein zentrales Anliegen des lvh ist das sogenannte Once-Only-Prinzip. Das bedeutet, dass Betriebe ihre Daten nur einmal an die Verwaltung übermitteln müssen. Die Behörden sollen diese Informationen intern weitergeben und mehrfaches Melden vermeiden. So sparen Betriebe Zeit, Kosten und Aufwand. „Hier muss angesetzt werden“, betont lvh-Direktor Walter Pöhl. Im letzten Jahr hat der Verband viele Vorschläge aus seinen Mitgliedsbetrieben gesammelt und an politische Entscheidungsträger weitergeleitet, viele davon wurden auch in die Landesinitiative „Gemeinsam vereinfachen“ eingebracht.
Bürokratieabbau als dauerhafter Prozess
Die Entbürokratisierungsoffensive 2024, die der lvh gestartet hat, verdeutlicht den großen Handlungsbedarf: Wiederkehrende Meldungen, komplizierte Genehmigungsverfahren und schlecht abgestimmte Schnittstellen sind für vor allem kleine und mittlere Betriebe eine starke Belastung.
lvh-Präsident Martin Haller appelliert an alle Beteiligten, bürokratische Hürden abzubauen statt neue zu schaffen. Es gelte, Synergien besser zu nutzen, um Unternehmern echte Freiräume zu eröffnen. Das komme nicht nur dem Handwerk, sondern ganz Südtirol zugute.
Der Verband sieht die Landesinitiative als wichtigen Schritt und fordert die Politik auf, die Umsetzung konsequent voranzutreiben. Bürokratieabbau ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess zum Vorteil der Wirtschaft und der Gesellschaft.






