Easy Mobil fährt wieder Schüler mit Beeinträchtigung

Rückkehr zum vertrauten Dienstleister
Die Südtiroler Schülertransporte für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung kehren ab Herbst 2025 in die Hände von Easy Mobil zurück. Das entschied der italienische Staatsrat mit einem rechtskräftigen Urteil vom 18. Juli. Damit wird der Zuschlag aus dem vergangenen Jahr, der an die Firma Alpin Bus/Dibiasi gegangen war, rückgängig gemacht.
Easy Mobil hatte den Dienst zuvor bereits vier Jahre lang gemeinsam mit dem Verein Adlatus durchgeführt. Die neue Ausschreibung nach Ablauf des alten Vertrags ging jedoch an Alpin Bus/Dibiasi – eine Entscheidung, die bei vielen Eltern Sorgen auslöste, nicht zuletzt wegen negativer Erfahrungen mit der Vorgängerfirma Tundo. Diese Bedenken bestätigten sich rasch: Nach Beginn des neuen Schuljahres kam es zu zahlreichen Problemen, die letztlich in über 5.000 gesammelten Protestunterschriften mündeten. Trotz der Übergabe an Landesrat Philipp Achammer blieben konkrete Konsequenzen jedoch aus.
Gericht erkennt Mängel im Vergabeverfahren
Parallel zu den Elternprotesten reichte Markus Silbernagl, Geschäftsführer von Easy Mobil, laut einer Presseaussendung eine Beschwerde gegen das Vergabeverfahren ein – mit Erfolg. Der Staatsrat erkannte Mängel im technischen Angebot der Konkurrenzfirma, insbesondere hinsichtlich der Fahrzeuge, die nicht den Ausschreibungsvorgaben entsprachen.
Silbernagl betont die Wichtigkeit eines vertrauten und stabilen Umfelds gerade für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung: „Sie brauchen zuverlässige Ansprechpartner, stabile Beziehungen und berechenbare Rahmenbedingungen – genau das wollen wir ihnen ab Herbst wieder bieten.“ Easy Mobil soll den Dienst innerhalb von 30 Tagen übernehmen – rechtzeitig zum Schulbeginn.
Die Prozesskosten werden zwischen Land, Vergabestelle und Alpin Bus aufgeteilt. Zudem müssen Land und Vergabestelle Easy Mobil einen Schadenersatz leisten. Für Silbernagl ist das ein Beitrag zu den entstandenen Kosten: „Mehr als Schadenersatz betrachte ich es als Beteiligung an den Ausfällen, weil mehrere Dutzend Busse ein Jahr lang nicht fahren konnten. Insgesamt sind wir sehr zufrieden.“






