Elon Musk gründet eigene Partei

„Heute wird die ‚America Party‘ gebildet, um euch eure Freiheit zurückzugeben“, schrieb Musk und übte scharfe Kritik am derzeitigen politischen System in den USA. Dieses gleiche zunehmend einem Einparteiensystem, in dem Verschwendung und Korruption dominieren. Noch vor wenigen Monaten galt Musk als Unterstützer von Präsident Trump. Er hatte ihm nach dessen Amtsantritt sogar als Berater gedient und bei der Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (DOGE) mitgearbeitet. Doch Ende Mai kam es zum Bruch. Auslöser war das von Trump durchgesetzte Steuergesetz „Big Beautiful Bill“.
By a factor of 2 to 1, you want a new political party and you shall have it!
When it comes to bankrupting our country with waste & graft, we live in a one-party system, not a democracy.
Today, the America Party is formed to give you back your freedom. https://t.co/9K8AD04QQN
— Elon Musk (@elonmusk) July 5, 2025
Politischer Schlagabtausch
Vor der Verabschiedung des Gesetzes hatte Musk auf X scharfe Kritik geäußert. Er drohte offen, gegen Unterstützer des Gesetzes bei den nächsten Vorwahlen mobilzumachen und stellte erstmals die Gründung einer eigenen Partei in Aussicht. Als Trump das Gesetz unterzeichnete, machte Musk seine Drohung wahr.
Trump reagierte mit Gegenangriffen. Auf seiner Plattform „Truth Social“ warf er Musk vor, auf staatliche Subventionen angewiesen zu sein. Ohne diese müsse er „sein Geschäft schließen und zurück nach Südafrika gehen“, so Trump. Auch die von Musk mitgeführte Effizienzbehörde DOGE solle die Finanzhilfen für Musks Firmen nun prüfen.
Mehrheit der X-Nutzer stimmt für neue Partei
Bereits vor der offiziellen Gründung hatte Musk eine Umfrage unter seinen X-Followern gestartet: Über 1,2 Millionen Nutzer stimmten ab und mehr als 65 Prozent unterstützten die Idee einer neuen Partei. Musk will laut eigenen Angaben nicht sofort großflächig in den Wahlkampf einsteigen. Vielmehr plane er, sich zunächst auf wenige Sitze in Senat und Repräsentantenhaus zu konzentrieren. So könne seine Partei bei knappen Entscheidungen das politische Zünglein an der Waage sein.Â
Ob und wann die „America Party“ offiziell bei der US-Wahlkommission registriert wird, ist noch unklar.Â






