von lif 06.06.2025 10:51 Uhr

Mobilität: Wie sich Südtirol verändert

Wie das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) berichtet, hat sich die Mobilität in Südtirol im Jahr 2023 deutlich verändert. Die wichtigsten Entwicklungen zu Autoverkehr, öffentlichem Nahverkehr, Radwegen und Fliegen sind im folgenden Artikel zusammengefasst.

Symbolbild Pixabay

Deutlicher Rückgang bei Neuzulassungen

2023 wurden in Südtirol insgesamt 60.240 Autos zugelassen. Das sind 24 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Vor allem Fahrzeuge mit Dieselantrieb (-32,9 Prozent) und Benzinantrieb (-25,1 Prozent) verzeichneten starke Rückgänge. Auch Hybridautos, die inzwischen 36,5 Prozent der Neuzulassungen ausmachten, erlebten ein Minus von 6,9 Prozent bei Benzin-Hybriden und sogar 35,6 Prozent bei Diesel-Hybriden.

Umweltfreundliche Autos gefragt

Obwohl insgesamt weniger Autos zugelassen wurden, steigt die Zahl umweltfreundlicher Autos seit 2015 deutlich. Die Zahl der Elektroautos stieg seitdem von 54 auf 2.042 und die der Hybridautos von 1.143 auf 21.999 Fahrzeuge. Dennoch gab es 2023 erstmals auch hier Rückgänge: Elektroautos (-18,3 Prozent) und Hybridautos (-12,5 Prozent) waren betroffen.

Mehr Förderungen für Elektromobilität

Die Förderung nachhaltiger Mobilität nahm 2023 stark zu. Insgesamt wurden 3.632 Beiträge vergeben (+21,3 Prozent). Davon gingen 1.070 Zuschüsse an reine Elektroautos und 2.208 an Ladesysteme. Die Zahl der Zuschüsse für Plug-In-Hybride sank dagegen deutlich auf 92 Beiträge (-58,7 Prozent).

Carsharing-Angebote rückläufig

2023 standen in Südtirol 35 Fahrzeuge an 23 Carsharing-Stationen bereit. Die Zahl der Nutzer sank leicht auf 1.200 (-6,8 Prozent), insgesamt legten sie rund 626.800 Kilometer zurück (-14,1 Prozent).

Mehr öffentliche Ladestationen und Radwege

Das Netz öffentlicher Ladestationen wurde um 45 neue Standorte erweitert. Auch die Radwege wurden ausgebaut: Ende 2023 betrug deren Gesamtlänge 548,6 km (+4,9 Prozent). Die meistgenutzte Radroute liegt weiterhin zwischen Bozen und Meran.

Öffentlicher Verkehr mit neuem System

Der öffentliche Nahverkehr verzeichnete täglich durchschnittlich 107.421 Fahrten. Die meisten Fahrten entfielen auf Stadt- und Überlandbusse. Neu eingeführt wurde ein Entwertungssystem, weshalb Vergleiche mit früheren Jahren nicht möglich sind.

Höchster Verkehr auf Schnellstraße MeBo

Die meistbefahrene Straße bleibt die Schnellstraße Meran-Bozen (MeBo) mit täglich rund 42.227 Fahrzeugen. Auf der Brennerautobahn wurde das höchste Verkehrsaufkommen seit zehn Jahren registriert, besonders stark zwischen S. Michele und Neumarkt/Auer.

Güterverkehr sinkt leicht

Der Güterverkehr über den Brenner ging insgesamt zurück. Dabei sanken die transportierten Güter auf der Straße um 3,6 Prozent, auf der Schiene sogar um 12,1 Prozent. Auch die Zahl der Güterzüge reduzierte sich deutlich.

Flughafen Bozen wächst weiter

Der Flughafen Bozen verzeichnete 2023 ein Plus von 26 Prozent bei den Fluggästen. Insgesamt wurden 83.671 Passagiere abgefertigt, wobei die meisten Reisenden im Juli unterwegs waren.

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