von lif 04.06.2025 06:47 Uhr

Silo steht zweimal in Flammen

Anfang Juni ist es in einem Industriebetrieb in Kaltenbach gleich an zwei Tagen zu einem Brand gekommen. Beide Male waren zahlreiche Feuerwehren im Einsatz.

Bild: Stefan Schwaiger

Am Sonntag, den 1. Juni, kurz nach 14.15 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Kaltenbach durch einen Brandmeldealarm alarmiert. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde kurz darauf auch Sirenenalarm ausgelöst. Beim Eintreffen am Einsatzort haben die Mitarbeiter des Betriebs bereits begonnen, ein Holzsilo zu entleeren, berichtet die Feuerwehr Schwaz in einer Aussendung. 

Laut dem Standortleiter kam es zuvor zu einer Explosion im Inneren des Silos. Die verbauten Sensoren hätten ungewöhnlich hohe Temperaturen gemeldet. Ein technischer Defekt bei einer Löschwasservorrichtung in der Nähe eines Brenners dürfte zu einem Rückbrand geführt haben, der sich über eine Förderschnecke bis ins Silo ausbreitete.

Die Feuerwehren Stumm und Ried im Zillertal wurden zur Unterstützung auch alarmiert. Mithilfe der Drehleiter konnte ein Atemschutztrupp mehrere Glutnester im Silo gezielt bekämpfen und abkühlen. Danach wurde das Silo komplett entleert und die letzten Glutreste am Boden gelöscht.

Einsatz noch nicht vorbei

Bereits am nächsten Morgen, den 2. Juni, um 05.50 Uhr heulten erneut die Sirenen. Die Einsatzmeldung: „Silobrand, der gleiche wie gestern“. Beim Entleeren des restlichen Siloinhalts kam es zu einer weiteren Verpuffung. Erneut schlugen Flammen aus dem Silo. Diesmal gerieten auch die Filteranlage sowie Teile des Dachstuhls in Brand.

Einsatzleiter Oberbrandinspektor Christian Ortner ließ sofort weitere Feuerwehren aus Ried im Zillertal, Aschau und Schwaz nachalarmieren. Spezielle Ausrüstung wie ein Großlüfter und der Abrollcontainer Atemschutz kamen zum Einsatz. Mehrere Atemschutztrupps konnten den Brand rasch eindämmen.

Während einige Kräfte gegen 9 Uhr wieder einrücken konnten, blieben die Feuerwehren Kaltenbach und Stumm bis in den späten Nachmittag im Einsatz. Am frühen Nachmittag wurde eine Spezialfirma mit einem Saug-Lkw hinzugezogen, um das Silo vollständig zu entleeren.

An Silo, Filteranlage und Gebäudeteilen entstand erheblicher Sachschaden. Bei beiden Einsätze wurde niemand verletzt.

Mehrere Strahlrohre und die Drehleiter bekämpfen die Flammen (© Stefan Schwaiger)

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