von ih 19.03.2025 13:51 Uhr

Lehrer begrüßen Handyverbot an Schulen

Das geplante Handyverbot an Schulen sorgt weiterhin für Diskussionen. Während Bildungslandesrätin Cornelia Hagele sich kritisch dazu äußert, spricht sich die Tiroler NEOS-Klubobfrau und Bildungssprecherin Birgit Obermüller klar für die Maßnahme aus.

APA/dpa

Handyfreie Zeiten als Entwicklungsförderung

„Das Handyverbot an Schulen fördert die Entwicklung der Kinder“, betont Obermüller. Sie widerspricht damit Hagele, die argumentiert hatte, dass Handys ohnehin nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken seien.

Obermüller sieht darin jedoch gerade einen Grund für bewusste Pausen: „Zu Hause gibt es oft keine Einschränkungen. Ein generelles Handyverbot an Schulen erleichtert es Lehrkräften, handyfreie Zeitfenster ohne große Diskussionen einzuführen. Kinder lernen so, dass sie einige Stunden ohne Handy auskommen und sich stattdessen auf ihre Lernumgebung konzentrieren können.“

Schulautonomie bleibt gewahrt

Gleichzeitig stellt Obermüller klar, dass die neue Regelung kein striktes Verbot von Handys im Unterricht bedeute: „Im Rahmen der Schulautonomie kann das Handy weiterhin als Unterrichtsmittel genutzt werden.“

Die Befürchtung, dass das Verbot zu einem „rückschrittlichen Unterricht“ führen könnte, sei daher unbegründet.

Lehrer begrüßen die Maßnahme

Die NEOS-Bildungssprecherin verweist zudem auf die praktische Erfahrung von Lehrpersonen: „Viele berichten von Konzentrationsproblemen bei Kindern, einem Rückgang sprachlicher und sozialer Fähigkeiten sowie einer Überbetonung der visuellen Wahrnehmung.“

Bildungspolitiker müssten darauf reagieren, so Obermüller weiter. Sie zeigt sich erfreut darüber, dass Bildungsminister Martin Polaschek dieses Thema endlich angegangen sei.

„Mich haben unzählige Nachrichten von Schulleiter und Lehrpersonen erreicht, die das Handyverbot begrüßen“, erklärt Obermüller abschließend. Die neue Regelung werde dazu beitragen, die schulische Entwicklung von Kindern positiv zu beeinflussen.

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