Wanderstein politisch missbraucht

„Anscheinend sehr wenig über Südtirol wusste eine Urlauberin oder ein Urlauber aus Deutschland (?). Nur so ist es zu erklären, dass ausgerechnet im geschichtsträchtigen Castelfeder im Südtiroler Unterland ein Stein gefunden wurde, der mit der Aussage „Glitzerstein“ und der italienischen Trikolore versehen war. Auf der Rückseite ein Absender: ‚Wanderstein de‘, berichtet Roland Lang in einer Aussendung.
Zur Erinnerung: In Castefeder forderten am 30. Mai 1946 bei einer Protestkundgebung die Bürger des Unterlandes, die Südgrenze der Provinz Bozen an die Salurner Klause zu verlegen. Erst mit dem Ersten Autonomiestatut 1948 kam dann das Unterland bis Salurn endlich  wieder vereint zur Provinz Bozen.
„Wandersteine sollen durch ihre schönen Zeichnungen und Sprüche Freude bereiten. Die Wanderungen dieser kleinen Kunstwerke über Berg und Tal Staunen auslösen. Eine italienische Trikolore auf einen Glitzerstein ist aber ein politischer Missbrauch dieses schönen Hobbys und zeugt außerdem von der geschichtlichen Ignoranz des Stein-Hinterlegers“, betont Lang.






