Pflegeausgaben in Südtirol steigen weiter

Unterstützung für die Pflege zu Hause
Laut Landespresseamt wurden 2024 in Südtirol insgesamt 271 Millionen Euro für Pflegegeld ausgezahlt. Etwa 2,9 Prozent der Bevölkerung erhalten finanzielle Unterstützung für die Pflege zu Hause. Insgesamt 15.869 Menschen bezogen im vergangenen Jahr mindestens einmal im Monat Pflegegeld, wofür das Land 137,4 Millionen Euro bereitstellte. Zudem wurden die 79 Seniorenwohnheime mit 132,29 Millionen Euro finanziert. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer betont die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen zur Unterstützung der Pflege zu Hause, darunter ambulante Dienste und neue Wohn- und Betreuungsmodelle.
Steigende Pflegebedürftigkeit durch demografischen Wandel
Die Alterspyramide zeigt eine wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen. Zwischen 2025 und 2040 wird die Anzahl der über 75-Jährigen voraussichtlich von 58.174 auf 78.335 steigen – ein Anstieg um 34 Prozent. Damit wächst auch der Pflegebedarf. Eine stabile Finanzierung der Pflegeleistungen ist daher essenziell. Neben dem Pflegegeld wird die Einführung einer Pflegesicherung diskutiert. Ende 2024 wurde ein Arbeitstisch eingerichtet, um bestehende Modelle zu analysieren und eine regionale Lösung zu entwickeln. Eine Entscheidung dazu soll noch in diesem Jahr fallen, mit dem Ziel, die Pflegesicherung ab 2026 umzusetzen.
Rentenabsicherung für Pflegezeiten
Zur Unterstützung pflegender Angehöriger gibt es bereits den Beitrag zur rentenmäßigen Absicherung der Pflegezeiten. 2024 haben 493 Menschen diesen beantragt, um während der Pflege eines Familienmitglieds freiwillige Rentenbeiträge einzuzahlen. Zudem wurden in Südtirol 35,2 Millionen Euro als Rente für Zivilinvalide, Zivilblinde und Gehörlose ausgezahlt. Weitere 13,3 Millionen Euro flossen in Begleitgeld, Kommunikationszulagen oder Unterstützung für minderjährige Teilinvaliden. Insgesamt 7.626 Leistungen wurden für Menschen mit Teil- oder Vollinvalidität vom Land Südtirol bereitgestellt.






