von ih 06.03.2025 18:00 Uhr

Unhaltbare Zustände und Sicherheitsprobleme in Notschlafstellen

Die Tiroler Notschlafstellen geraten erneut in die Kritik. Nationalratsabgeordneter Peter Wurm (FPÖ) prangert untragbare Zustände in den Einrichtungen der Tiroler Sozialen Dienste (TSD-GmbH) an und fordert politische Konsequenzen. Neben Berichten über illegale Bewohner, unhygienische Bedingungen und Sozialdumping erhält vor allem der alltägliche Drogenhandel besondere Aufmerksamkeit.

Symbolbild: Rotes Kreuz Innsbruck

Schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen

Bereits in der Vergangenheit sorgten die TSD-GmbH wiederholt für negative Schlagzeilen. Wurm zeigt sich entsetzt: „Es kann nicht sein, dass diese Einrichtungen mit Steuergeld finanziert werden, während die Zustände dort völlig außer Kontrolle geraten. Man könnte meinen, es herrsche dort eine Art rechtsfreier Raum.“

Besonders brisant ist der Fall eines 30-jährigen Angestellten der TSD-GmbH, der in der Notschlafstelle am Schusterberg in Innsbruck Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Zuvor hatte er Medienvertretern Informationen über die Missstände in der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Wurm fordert eine umfassende Aufklärung: „Sollte sich bestätigen, dass dieser Gewaltakt im Zusammenhang mit den Zuständen in den Einrichtungen steht, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Politische Verantwortung gefordert

Der FPÖ-Politiker macht Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth (SPÖ) für die Missstände verantwortlich und verlangt umgehende Maßnahmen: „Ich fordere ihn in aller Deutlichkeit dazu auf, das zu tun, wofür er verfassungsrechtlich verpflichtet ist!“

Zudem kündigt Wurm eine parlamentarische Anfrage an, um eine lückenlose Aufarbeitung der Vorwürfe sicherzustellen. Besonders in Anbetracht des massiven Drogenhandels fordert die FPÖ eine deutliche Aufstockung des Sicherheitspersonals in den Unterkünften.

Ob und welche Konsequenzen diese Vorwürfe für die Tiroler Sozialen Dienste und die politische Verantwortungsebene haben werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Debatte über die Zustände in den Tiroler Notschlafstellen ist erneut entbrannt.

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