Amnesty warnt vor Misshandlungen mit Elektroschockgeräten

In dem Bericht wird angeführt, wie Strafverfolgungsbehörden weltweit Elektroschockwaffen nutzen und damit schwere Menschenrechtsverletzungen begehen würden. Betroffene erlitten Verbrennungen, Fehlgeburten, Taubheitsgefühle, Harnstörungen, Schlaflosigkeit und psychische Traumata. „Ein längerer Einsatz kann sogar zum Tod führen“, erklärt Teresa Exenberger, Juristin bei Amnesty International Österreich, in einer Presseaussendung. Die Waffen kämen bei Demonstrationen, Grenzsicherungen, Geflüchtetenlagern, psychiatrischen Kliniken, Polizeistationen und Gefängnissen zum Einsatz.
Elektrische Projektilwaffen könnten zwar eine legitime Funktion bei der Strafverfolgung haben, die Hemmschwelle zum Einsatz unter Polizisten würde aber stetig sinken, so Exenberger. Denn wurden diese zwar als Alternative zu Schusswaffen eingeführt werden, seien die Folgen eines Missbrauchs trotzdem verheerend. Polizisten müssten daher adäquat trainiert werden.
Eine globale Regelung zur Kontrolle von Elektroschockgeräten existiert bisher nicht. Amnesty setzt sich daher zusammen mit über 80 Organisationen für ein Abkommen ein.
APA/UT24Â






