von lif 28.02.2025 17:14 Uhr

Trotz Gegenwind: Zuversicht bleibt ungebrochen

Unbeschadet der Umwälzungen auf der internationalen politischen Bühne bleibt die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs. Für den EU-Raum schätzt die OECD das Wirtschaftswachstum für 2024 rückblickend auf +0,8 Prozent, für 2025 werden +1,3 Prozent prognostiziert. Insgesamt war 2024 für Südtirols Wirtschaft ein gutes Jahr – das AFI bemisst das Wachstum auf plus ein Prozent. Zum Jahresauftakt ist die Stimmung bei Südtirols Arbeitnehmer auffallend positiv, und zwar sowohl was die Gesamtwirtschaft als auch was die eigene Situation anbelangt.

Bild von Pixabay

2025 markiert eine Zeitenwende. Vor dem Hintergrund eines neuen Zeitgeistes, der vermutlich als „Neoimperialismus“ in die Geschichtsbücher eingehen wird und von Akteuren wie Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping geprägt ist, verweilt Europa in der Schockstarre. Maßnahmen wie die Begnadigung der Capitol-Stürmer und die angekündigte Einführung von Handelszöllen für China, Kanada und Mexiko lassen die Militärkonflikte in der Ukraine und im Nahen Osten in den Hintergrund treten, so das AFI in einer Aussendung. Relativ unbeeindruckt von diesen Ereignissen haben die Länder der Eurozone auch 2024 ein moderates Wirtschaftswachstum erzielt, wobei Deutschland in der Rezession festsitzt und als der „kranke Mann“ Europas dasteht. Die EZB hat die Zinswende Mitte 2024 vollzogen und die Leitzinsen in fünf Schritten auf nun 2,90 Prozent herabgesetzt. Die Inflation ist nun wieder nahe am EZB-Zielwert von zwei Prozent. 

2024 war für Südtirols Wirtschaft ein gutes Jahr

Zumal die meisten Daten schon das gesamte Jahr abdecken, ist es bereits möglich, eine vorläufige Endbilanz der Südtiroler Wirtschaft für das Jahr 2024 zu ziehen. Südtirols Arbeitsmarkt zeigt sich solide und nach wie vor aufnahmefähig. Neue Rekordmarken erreichte Südtirol bei der unselbständigen Beschäftigung (230.316 Personen im Jahresschnitt, +1,7 Prozent zu 2023), in der Erwerbsbeteiligung (Erwerbstätigenquote: 75,5 Prozent, Arbeitslosenrate 0,8 Prozent), im Außenhandel (+ sechs Prozent sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen) und bei den touristischen Nächtigungen (+2,2 Prozent zum Vorjahr – Dezemberwert noch ausständig). Die Inflation ging in Bozen 2024 stark zurück und erreichte im Jahresschnitt 1,7 Prozent. Im Fahrwasser sinkender Zinsen erholte sich das von Südtiroler Banken eingeräumte Kreditvolumen in der zweiten Jahreshälfte wieder schrittweise – die Jahres-Zwischenbilanz bleibt allerdings noch negativ (-4,7 Prozent). Weiterer Wermutstropfen: Die Zahl der genehmigten Stunden in der Lohnausgleichskasse ist 2024 um +40 Prozent zu 2023 angestiegen – allerdings ist nicht gesagt, dass das gesamte zugesprochene LAK-Kontingent auch tatsächlich von den Unternehmen abgerufen wird.

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