von veo 27.02.2025 16:36 Uhr

Gesundheitsstudie: Südtirol im Vergleich

Eine aktuelle Studie des Gesundheitsministeriums bewertet die Einhaltung der wesentlichen Betreuungsstandards (LEAs) in Südtirols Gesundheitsversorgung. Besonders gut schneidet die wohnortnahe Betreuung ab, während es bei der Prävention und der Krankenhausversorgung Herausforderungen gibt. Gesundheitslandesrat Hubert Messner nimmt Stellung.

Hubert Messner (Bild: SVP)

Prävention: Verbesserungsbedarf bei Impfquoten

Im Bereich Prävention erzielt Südtirol 58 von 100 Punkten und belegt Platz 16 der Regionen. Hauptgrund für diese niedrige Bewertung ist laut Gesundheitslandesrat Hubert Messner die unzureichende Durchimpfungsrate, insbesondere bei Kindern unter zwei Jahren. „Hier liegen wir traditionell hinter anderen Regionen zurück und müssen dringend aufholen“, so Messner. Impfungen seien essenziell für den Schutz der Bevölkerung, weshalb in diesem Bereich verstärkte Anstrengungen notwendig seien, berichtet das Landespresseamt.

Krankenhausversorgung: Herausforderung in der Leistungskodifizierung

Mit 62 Punkten und Platz 18 wird die Krankenhausversorgung kritisch bewertet. Ursachen sind unter anderem die geografische Verteilung medizinischer Leistungen und die Kodifizierung der Behandlungen. Besonders bei Operationen von Mammakarzinomen wurden die Mindestanforderungen an den Standorten Brixen und Bruneck nicht erreicht. Messner erklärt, dass die Gesamtzahl der Eingriffe ausreiche, die Verteilung auf verschiedene Standorte jedoch zur negativen Bewertung führe.

Wohnortnahe Versorgung: Positive Entwicklungen

Mit 82 Punkten und Platz 8 zeigt sich Messner in diesem Bereich sehr zufrieden. Die wohnortnahe Betreuung konnte sich um fünf Punkte verbessern. Besonders in der Palliativversorgung und der häuslichen Betreuung seien große Fortschritte erzielt worden. „Diese positive Entwicklung spiegelt sich in den aktuellen Daten wide“, betont Messner. Die Stärkung der wohnortnahen Betreuung bleibt eine zentrale Priorität für die Zukunft.

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