Vorrang für Busse und Sicherheit: Mobilitätskonzept für das Überetsch

Bereits im Vorfeld des Infotags traf sich Alfreider mit Gemeindevertretern und Grundstückseigentümern, um die notwendigen Schritte für die Umsetzung der Projekte zu besprechen. Eine zentrale Maßnahme ist die Erweiterung der Metrobus-Vorzugsspur um 3,4 Kilometer.
„Damit wären künftig 75 Prozent der Strecke zwischen Eppan und Bozen-Zentrum mit einer eigenen Busspur ausgestattet. Das reduziert Staus und verbessert die Anbindung des Überetschs an die Landeshauptstadt“, erklärte Ressortdirektor Martin Vallazza. Die geplante Vorzugsspur schließe zudem eine spätere Errichtung der Überetscher Bahn nicht aus, sondern bereite wichtige Flächen für den öffentlichen Verkehr vor.
Ein weiteres Vorhaben betrifft die Verbesserung der Verkehrssicherheit an der MeBo-Einfahrt Eppan sowie die Neugestaltung des Verkehrsknotens Pillhof. „Es geht darum, sowohl den öffentlichen Nahverkehr als auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu stärken“, betonte Alfreider.
1,5 Millionen Menschen nutzen Überetscher Busse
Bereits in den vergangenen Jahren wurden bedeutende Maßnahmen umgesetzt: Die Metrobus-Vorzugsspur bis zur MeBo-Einfahrt, der 15-Minuten-Takt des Überetsch-Express und die Direktlinie 137 zur Bozner Industriezone.
Diese Angebote wurden gut angenommen: Im Jahr 2024 nutzten über 1,5 Millionen Fahrgäste die Überetscher Buslinien – ein Rekordwert in Südtirol. Ergänzend wurden Bikeboxen an Bushaltestellen installiert, eine Vereinbarung für den Bau eines Parkhauses am Bahnhof Kaltern getroffen und eine Studie zur Fortführung der Vorzugsspur in Richtung Eppan in Auftrag gegeben.
Beim Infotag nutzten viele Bürger die Gelegenheit, sich über die geplanten Projekte zu informieren und mit den Fachleuten des Mobilitätsressorts ins Gespräch zu kommen. „Die besten Lösungen entstehen im Dialog mit den Gemeinden, Bürgern und Fachleuten“, betont Alfreider abschließend.






