von ag 21.02.2025 08:39 Uhr

Islamisten übergeben zwei Kinderleichen

Die islamistische Hamas hat zwei Kinderleichen an Israel übergeben. Dabei handle es sich um Kfir und Ariel Bibas. Bei der Frauenleiche handelt es sich jedoch nicht um ihre Mutter Schiri. Laut Israel ist dies ein Verstoß der Waffenruhe-Vereinbarung, da es sich bei der Frau um eine anonyme, nicht identifizierte Leiche handle.

Symbolbild von Heike auf Pixabay

„Wir fordern, dass die Hamas Schiri mit allen anderen unserer Geiseln zurückgibt“, hieß es in der Mitteilung der Armee weiter. Israel habe diese Forderung auch in einer dringenden Botschaft an die Vermittler erhoben und darin protestiert, dass die Hamas gegen die Vereinbarungen verstoßen habe, berichtete die israelische Nachrichtenseite „ynet“. Ein ranghoher israelischer Beamter habe die Situation als „zutiefst schockierend“ beschrieben. „Wir wissen nicht, warum sie das getan haben. Das ist ein großer Vertrauensbruch.“

Rubio: Hamas muss ausgerottet werden

„Dies ist ein neuer Tiefpunkt, ein Übel und eine Grausamkeit, die ihresgleichen sucht“, sagte Israels UN-Botschafter Danny Danon laut der „Times of Israel“ in einer Mitteilung. Die Hamas habe eine nicht identifizierte Leiche anstelle der Mutter von zwei – vor mehr als 16 Monaten in den Gazastreifen verschleppten und dann ermordeten – Buben zurückgegeben, „als ob es sich um eine wertlose Lieferung handelte“, wurde Danon zitiert. Die Terrororganisation verstoße auch nach dem Tod der Kinder „gegen alle moralischen Grundwerte“.

US-Außenminister Marco Rubio forderte zuvor, die Hamas müsse „ausgerottet“ werden. „Die Hamas ist das Böse – das reine Böse – und muss ausgerottet werden. ALLE Geiseln müssen JETZT nach Hause kommen“, schrieb Rubio auf der Plattform X. Sein Beitrag erschien vor der Nachricht, dass es sich bei der Frauenleiche nicht um Shiri Bibas handele. Die Hamas hatte am Donnerstag in Gaza die sterblichen Überreste von vier Menschen übergeben. Zunächst war die Leiche von Oded Lifschitz identifiziert worden. Lifschitz war ein pensionierter Journalist und Aktivist für die Rechte von Palästinensern.

Beratungen über die Zukunft Gazas

Unterdessen kommen in Saudi-Arabien die Staats- und Regierungschefs Ägyptens und Jordaniens sowie der Golfländer zusammen, um über einen möglichen Wiederaufbau des Gazastreifens zu beraten. Geplant sei ein „informelles brüderliches Treffen“ in Riad, wie die saudi-arabische Staatsagentur SPA berichtete.

US-Präsident Donald Trump hatte mit einem umstrittenen Vorschlag, die rund zwei Millionen Bewohner Gazas dauerhaft in arabische Staaten umzusiedeln, für Unruhe in der Region gesorgt. Ägypten, Jordanien und andere arabische Länder der Region lehnen solche Pläne strikt ab.

APA/UT24

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