von lif 08.02.2025 11:22 Uhr

Frau erstattet Anzeige nach jahrelanger Misshandlung von Ehemann

Am Donnerstagnachmittag hat sich in Bozen ein erschütternder Fall von häuslicher Gewalt ereignet. Die Polizei musste dringend eingreifen, nachdem eine Frau eine Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann gemeldet hat.

APA/dpa

Eine 40-jährige Frau rief die Polizei, nachdem ihr 36-jähriger Ehemann sie brutal geschlagen hat – direkt vor den Augen ihrer beiden Kinder im Alter von neun und zwei Jahren. Laut den Ermittlern schlug der Mann seiner Frau mehrfach mit Fäusten und Ohrfeigen ins Gesicht, riss ihr Haarbüschel aus und bedrohte sie mit dem Tod. Die verzweifelte Frau konnte sich schließlich losreißen, aus der Wohnung fliehen und die Polizei alarmieren.

Als die Beamten eintrafen, berichtete die Frau, dass sie seit 2010 regelmäßig Opfer seines brutalen Verhaltens sei. Sie habe nie zuvor Anzeige erstattet, obwohl sie schwer verletzt wurde – darunter ein gebrochener Nasenknochen und Gewaltattacken während der Schwangerschaft, die sogar zu einer Fehlgeburt führten. Die Polizei brachte die Frau und ihre Kinder zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus Bozen. Laut der Quästur erstattete sie dort schließlich Anzeige gegen ihren Ehemann. Die Beamten nahmen den Mann wegen Misshandlung von Familienangehörigen fest. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt überstellt.

Angesichts der jahrelangen Gewalt und der erneuten schweren Tat verhängte Paolo Sartori eine offizielle Verwarnung gegen den Mann. Damit solle sichergestellt werden, dass er sich seiner Familie nicht mehr nähern kann.

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