Sensibilisierungskampagne gegen Gewalt in Zügen

Die von mehreren Transportgewerkschaften, darunter Gtv/Filt Agb/Cgil, Fit SgbCisl, Uiltrasporti, Ugl Ferrovieri, Fast Slm, Orsa Ferrovie sowie auf lokaler Ebene vom ASGB unterstützte Kampagne findet vom 28. Januar bis zum 4. Februar statt.
Im Rahmen dieser Aktion organisierten die Gewerkschaften am Bahnhof Bozen eine Mahnwache und eine Flugblattaktion, um das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit und der Verantwortlichen aus Politik, Bahn und Polizei zu rücken.
Zunehmende Gewalt erfordert dringende Maßnahmen
„Das Problem der Aggression ist leider alltäglich geworden“, erklären die Transportgewerkschaften. Belästigungen, Raubüberfälle, Vandalismus und zuletzt auch Angriffe durch sogenannte Babygangs nehmen zu. „Es ist inakzeptabel, in Angst zu arbeiten und sich während der Fahrt nicht sicher zu fühlen. Sicherheit beim Reisen und Arbeiten ist ein Grundrecht“, betonen die Vertreter der Gewerkschaften.
Besonders kritisiert wird die mangelnde Sicherheitspräsenz in Bahnhöfen und Zügen. Die Gewerkschaften fordern von Trenitalia konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lage. So sollen die Überwachungskameras in den Bahnhöfen regelmäßig gewartet und funktionstüchtig gehalten werden. Zudem wird eine stärkere Präsenz der Bahnpolizei gefordert, insbesondere in den Abendstunden, wenn es vermehrt zu Zwischenfällen kommt.
Schnellere Alarmierung und besser geschultes Personal
Ein weiterer zentraler Punkt der Forderungen betrifft die Alarmierungssysteme. Die Gewerkschaften kritisieren, dass die Notruf-Funktion auf den Tablets der Zugbegleiter bislang nur die Betriebszentrale von Trenitalia erreicht. Stattdessen müsse es eine direkte Verbindung zu den territorialen Polizeikräften geben, um ein schnelleres Eingreifen zu ermöglichen.
Darüber hinaus sprechen sich die Gewerkschaften für den verstärkten Einsatz von speziell geschultem Sicherheitspersonal in besonders problematischen Zügen aus. „Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften kann der Schutz der Reisenden und des Bahnpersonals nachhaltig verbessert werden“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Mit der aktuellen Kampagne hoffen die Gewerkschaften, dass das Thema nicht nur Aufmerksamkeit erhält, sondern dass auch konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um das Reisen und Arbeiten in den Zügen wieder sicherer zu machen.






