von lif 01.02.2025 09:35 Uhr

„Error“: Eltern kämpfen um Sommerschulplätze

In fünfeinhalb Monaten beginnen die Sommerferien und die arbeitenden Eltern müssen sich wieder um eine Betreuung für ihre Kinder kümmern. So starteten für die Gemeinde Naturns am vergangenen Donnerstag (30. Jänner) die Anmeldungen von die Sommerschule – allerdings nicht ohne Schwierigkeiten.

Bild: APA/dpa

Eine aufgebrachte Mutter kontaktierte UT24, nachdem sie erst nach zwei Stunden auf der Website der Tagesmütter ihr Kind für die Sommerschule anmelden konnte. „Ich war nicht die Einzige mit diesem Problem“, ärgerte sie sich. Im Austausch mit anderen Müttern stellte sie fest, dass viele mit technischen Schwierigkeiten kämpften.

Doch beginnen wir Mal vom Anfang: In einer E-Mail wurden die Eltern über den Start der Anmeldungen informiert. Darin hieß es, dass die Anmeldung zur Sommerbetreuung für Grundschüler am Donnerstag, den 30. Jänner, um 20 Uhr beginne. Als die Mutter sich kurz vor 20 Uhr bereits auf der Website befand, um ihren Sohn möglichst schnell anzumelden, erschien jedoch eine irritierende Meldung: „Die Anmeldungen haben noch nicht begonnen. Anmeldungen starten am: 31.01.2025.“ Diese widersprüchliche Angabe sorgte für Verwirrung. Dennoch war es – wie in der E-Mail angekündigt – möglich, das Kind am Donnerstag anzumelden. Doch auch danach gab es erhebliche Probleme. „Die Seite war komplett überlastet“, berichtet die Mutter. Obwohl sie sich bereits mit ihrer E-Mail-Adresse, Steuernummer, IBAN und allen erforderlichen Daten registriert hatte, konnte sie ihren neunjährigen Sohn nicht anmelden – die Website zeigte wiederholt eine Fehlermeldung an. Auch ihre Freundinnen, die teilweise mehrere Kinder für die Sommerbetreuung anmelden wollten, stießen auf dasselbe Problem.

Quelle: Privat

Nach zwei Stunden gelang es der Naturnserin schließlich doch noch, die Anmeldung abzuschließen. Am Freitag erhielt sie dann die Bestätigung, dass ihr Sohn die Sommerschule besuchen darf.

Eltern fordern verlässliche Betreuung

„Von uns Müttern wird erwartet, dass wir arbeiten und Geld verdienen. Aber wie soll das gehen, wenn die Kinder zwölf Wochen zu Hause sind und man keine Oma oder andere Betreuungspersonen hat?“, fragt die Mutter. Es sei ihr besonders wichtig, dass ihr Sohn während der Sommermonate aktiv ist und mit anderen Kindern Zeit verbringt.

„Doch wenn einem die Anmeldung so erschwert wird, weil die Tagesmütter es nicht schaffen, ein funktionierendes System bereitzustellen, wird es schwierig“, kritisiert sie. In den vergangenen Jahren lief die Anmeldung über die Gemeinde und dabei habe es nie Probleme gegeben. Warum die Organisation in diesem Jahr geändert wurde, wisse sie nicht. Eine andere Mutter musste ihre Kinder sogar per E-Mail anmelden, weil die Website selbst nach mehreren Stunden nicht funktionierte.

Stellungnahme der Tagesmütter

UT24 fragte bei den Tagesmüttern nach einer Stellungnahme. Barbara Fulterer von der Geschäftsleitung räumte die Probleme ein: „Wir bedauern sehr, dass es bei der Anmeldung zur Sommerschule zu Schwierigkeiten gekommen ist. Die Anmeldungen starteten am Donnerstag um 20 Uhr für zahlreiche unserer Betreuungsangebote, was zu einem hohen Ansturm auf unsere Website führte. Leider war die Seite aufgrund der unerwartet hohen Zugriffszahlen überlastet.“ Man arbeite nun intensiv daran, die technischen Kapazitäten zu erweitern und die Website zu optimieren, um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden. „Wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen betroffenen Eltern für die Unannehmlichkeiten und danken für ihr Verständnis und ihre Geduld“, so Fulterer.

Auch die betroffene Mutter führte am Freitag noch ein Telefonat mit einer Mitarbeiterin der Tagesmütter, die sich einsichtig zeigte und Verständnis für die Situation hatte. Nun bleibt zu hoffen, dass es im nächsten Jahr keine technischen Pannen mehr gibt und die Kinder ihre Sommerbetreuung ohne Probleme antreten können.

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