von ih 25.01.2025 18:15 Uhr

Kickl kritisiert ÖVP und fordert klare EU-Politik

FPÖ-Chef Herbert Kickl hat sich am Samstag in einem Facebook-Posting kritisch zu aktuellen Aussagen von ÖVP-Vertretern geäußert. Hintergrund ist ein medialer Vorstoß des ÖVP-Generalsekretärs Christian Stocker, der offenbar ohne vorherige Absprache mit der FPÖ getätigt wurde.

APA/MAX SLOVENCIK

Angesichts der laufenden Regierungsverhandlungen wirft Herbert Kickl der ÖVP vor, nicht den direkten Dialog mit dem Koalitionspartner gesucht zu haben.

„Eigentlich würde man sich erwarten, dass ein Verhandlungspartner – in unserem Fall die ÖVP – zuerst mit uns über ihre Absichten spricht. Leider wählte man hier einen gänzlich anderen Weg“, schreibt Kickl.

Forderung nach Einstimmigkeit und Subsidiarität

Kickl betont in seinem Posting die Position der FPÖ für eine klare und einheitliche Linie der Bundesregierung auf europäischer Ebene. Dies müsse jedoch auf grundlegenden Prinzipien wie der Wahrung des Einstimmigkeitsprinzips und der Subsidiarität basieren.

Österreich solle keine weiteren Kompetenzerweiterungen der EU unterstützen und stattdessen aktiv gegen Fehlentwicklungen wie die sogenannte „Schuldenunion“ vorgehen.

Kritik an Asylpolitik und Klimamaßnahmen

Neben institutionellen Fragen hebt Kickl auch die Themen Asyl- und Migrationspolitik sowie Klimaschutzmaßnahmen hervor. Insbesondere die „überbordenden Klimamaßnahmen“ gefährdeten laut dem FPÖ-Chef die heimische Wirtschaft.

Auch in diesen Bereichen sieht Kickl dringenden Handlungsbedarf, um seiner Meinung nach für eine „bessere EU“ einzutreten.

Gemeinsame Europapolitik als Ziel

Abschließend betont Kickl, dass die FPÖ trotz der Differenzen mit der ÖVP eine gemeinsame Linie in der Europapolitik anstrebe – allerdings nur auf Basis der von der FPÖ definierten Grundsätze.

Die Kritik von Kickl zeigt erneut die Spannungen innerhalb der Regierungsverhandlungen und wirft die Frage auf, wie eine geeinte Haltung in zentralen EU-Fragen künftig sichergestellt werden soll.

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