von hz 16.02.2024 07:00 Uhr

Der Bauern-Protest

Seit Monaten sind sie in vielen Orten Europas unterwegs: Bauern mit ihren Traktoren. Doch die Landwirte bearbeiten nicht etwa ihre Felder und Wiesen, sondern protestieren. An diesem Samstag ist auch in Bozen eine Kundgebung geplant.

Die Einladung zur Demo in Bozen am kommenden Samstag - Bild: Arbeitsgruppe Zukunft Landwirtschaft

„Auf nach Bozen“ – so heißt es auf einem Flyer, welcher alle „Bauern und alle, die Bauern brauchen“ einlädt, sich am kommenden Samstag um 11.00 Uhr am Landhausplatz in Bozen einzufinden. Organisiert wird die Kundgebung von der Arbeitsgruppe (AG) Zukunft Landwirtschaft.

„Aus Solidarität zu den anderen Bauern“, nennt Georg Gallmetzer, der Präsident der Arbeitsgruppe einen Beweggrund für die Demo. Doch der Protest richtet sich auch an die politischen Vertreter in der EU, welche laut Gallmetzer immer wieder Richtlinien erlassen, ohne nachzudenken. „Wir fühlen uns von unseren Vertretern nicht richtig vertreten“, sagt er gegenüber UT24. Mit den Bauern werde bei wichtigen Entscheidungen gar nicht geredet. Weiters soll die Demo in Bozen auch als Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft verstanden werden.

Das Programm

Auf dem Programm stehen mindestens 16 Reden von verschiedenen Interessensvertretern auf dem Landhausplatz. Zunächst werden 20 Traktore mitten auf dem Platz vor dem Gebäude des Südtiroler Landtages parken. Um 11.00 Uhr werden dann unter anderem der EU-Parlamentarier Matteo Gazzini, der neue Landwirtschafts-Landesrat Luis Walcher, die Landtagsabgeordneten Thomas Widmann, Hannes Rabensteiner, Jürgen Wirth Anderlan sowie Andreas Leiter Reber zu den Bauern sprechen. Außerdem hat sich auch eine Welschtiroler Milchbäuerin angekündigt, welche auch die Sprecherin der Welschtiroler Bauernproteste ist. Abschließend werden Vertreter der AG Zukunft Landwirtschaft an Gazzini und Walcher einen Forderungskatalog überreichen mit einem Plädoyer für eine nachhaltige Landwirtschaft, kündigt Gallmetzer an.

Die Anfahrt

Wie er weiters mitteilt, werden sich die Pusterer und Wipptaler Teilnehmer mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen um 9.00 Uhr am Parkplatz vor der Diskothek „Max“ in Brixen treffen. Eine Polizeieskorte wird sie dann bis zum Parkplatz Siberia in der Nähe der Kohlerer Seilbahn begleiten, wo auch die restlichen Eisacktaler Bauern dazustoßen werden.

Die Demo-Teilnehmer aus dem Überetsch und vom Unterland treffen sich hingegen um 9.00 Uhr bei der Kellerei Kaltern und werden dann ebenso von einer Polizeieskorte bis zum Parkplatz am Bahnhof Sigmundskron und weiter zum Siberia-Parkplatz begleitet.

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