„Notwendig für den Erhalt der deutschen Sprache“

„Ein weiterer Beschluss betrifft den Abschluss von Verhandlungen mit den öffentlichen Fernsehanstalten Deutschlands. Die sind weiterhin in Südtirol verfügbar“, berichtet Kompatscher. Diese Vertragsverlängerung sei „absolut notwendig für den Erhalt der deutschen Sprache in Südtirol“, betont der Landeshauptmann. „Neu ist, dass wir nun eine Kleinigkeit für eine Streaming-App, die es noch nicht gibt, bezahlen“. Wenn die Fernsehsender nicht Eigenproduktionen ausstrahlen, sondern welche wo sie Rechte erworben haben, dann sind diese in Südtirol bzw. für das Ausland nicht abrufbar. So sei es mit dieser Streaming-App möglich, diese Programme nun auch zu sehen. Â
Auch die Regelungen für die Aufnahme von Musikschullehrern wurden genehmigt. Damit hat sich die Landesregierung für einen neuen Ausbildungslehrgang für Musikschullehrpersonen festgelegt. Denn in der Regel haben Musiklehrer ein Studium für ihr Instrument aber keine Pädagogische Ausbildung. Mit der neuen Regelung ist es jedoch erforderlich, dass die Lehrpersonen in Musikschulen auch eine pädagogische Ausbildung haben müssen.Â
„Wir haben auch eine Vereinbarung genehmigt, die für die Südtiroler Gesundheitsversorgung sehr wichtig ist: die Neuauflage der Vereinbarung mit den Tirol Kliniken“, hält Kompatscher fest. Aufgrund des Autonomiestatuts gibt es mit den Österreichischen Kliniken eine Sonderregelung, bei der die Südtiroler nicht nachweisen müssen, dass sie in einer anderen Region behandelt worden sind. „Österreich wird in diesem Fall für Südtirol als Inland betrachtet“, erklärt der Landeshauptmann. „All das was in Südtirol nicht termingerecht erbracht werden kann, kann von Südtirolern Patienten in Innsbruck in Anspruch genommen werden“, informiert Kompatscher. Somit wirke das Innsbrucker Krankenhaus wie ein achtes Krankenhaus für Südtirol.Â
Zum Abschluss gab Arno Kompatscher noch bekannt, dass ein zweiter Niederschlagsradar in Sexten an der Grenze zu Osttirol genehmigt wurde. Dies sei für unseren Wetterdienst und den Zivilschutz notwendig, damit man ein Gesamtbild der östlichen Landeshälfte habe. „Hier gibt es auch eine politische mündliche Vereinbarung, dass sich dann auch Tirol einklinkt und sich an den Kosten beteiligen wird. Ziel ist, dass wir das gemeinsam nutzen“, erklärt Landeshauptmann Kompatscher,Â






