Sprachpolitik im Fokus: Lektionen aus Bayern für Südtirol

Bayerns Ansatz: Muttersprache vor Fremdsprachen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betont die Wichtigkeit der Muttersprache, eine Haltung, die auch in Südtirol Unterstützung findet. Laut Presse Augsburg sieht Söder in der frühen Fremdsprachenvermittlung eine Ursache für das schwache Abschneiden deutscher Schüler beim PISA-Test. „So schön es ist, Mandarin und Englisch im Unterricht zu haben: Zuerst braucht es gute Deutschkenntnisse,“ äußerte er. Söder steht auch dem Gendern in Schulen kritisch gegenüber, mit dem Argument, dass dies die Schüler zusätzlich belasten würde, statt eine verständliche Sprache zu fördern.
Südtirols Sprachdilemma: Didaktisch überholter Italienischunterricht
In Südtirol besteht der Ansatz darin, Italienisch intensiv zu lehren, oft auf Kosten der deutschen Muttersprache und mit didaktischen Schwächen. Dieser Ansatz wird kritisiert, da Italienisch als Zweitsprache und nicht als Fremdsprache unterrichtet wird, was die Effektivität des Spracherwerbs beeinträchtigt.
Bedeutung der Muttersprache: Einblicke von UNESCO
Ein UNESCO-Bericht unterstreicht die Bedeutung der Muttersprache im Bildungskontext. Bildung in der Muttersprache ist ein Schlüsselfaktor für Inklusion und qualitativ hochwertiges Lernen. Sie verbessert Lernergebnisse und akademische Leistungen, besonders in der Grundschule, um Wissenslücken zu vermeiden und das Tempo des Lernens zu erhöhen. Dies zeigt, dass eine starke Basis in der Muttersprache wesentlich für den schulischen Erfolg und die allgemeine Bildungsentwicklung ist.
Blick über die Grenze für bessere Sprachbildung
Die Diskussion in Südtirol könnte von den Erfahrungen und Entscheidungen in Bayern lernen. Statt eine aufgezwungene Zweisprachigkeit zu fördern, könnte der Schwerpunkt auf der Stärkung der Muttersprache liegen, was langfristig zu einer besseren Gesamtbildung beitragen könnte.






