Müller besiegt Frankfurt

Wie so häufig ein Spiel mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen: Eintracht Frankfurt steht mit zuletzt vier Niederlagen in Folge gehörig unter Druck. Der Rekordmeister hingegen steht seit Mittwoch, nach nur vier von sechs Gruppenspielen, als Gruppensieger im Achtelfinale der Königsklasse. Großer Wermutstropfen ist jedoch die Verletzung von David Alaba. Österreichs Sportler des Jahres muss wegen einer Innenbandverletzung zwei bis drei Monate aussetzen und steht den Bayern frühestens zum Rückrundenstart wieder zur Verfügung.
Frankfurt beginnt mutig
Nach nur 20 Sekunden hat Müller die erste Chance. Statt selbst zu schießen, legt er jedoch zu uneigennützig auf Lewandowski ab, so kann die Eintracht in der Mitte klären. In der Anfangsphase spielt Frankfurt mutig auf und stört die Bayern sehr früh, die dadurch nicht richtig ins Spiel kommen. Es ist jedoch höchst fraglich, ob die Hausherren dieses Tempo bis zum Schluss durchhalten können.
Mit dem Knie zum 1:0
Erst nach 15 Minuten schaffen es die Bayern, ihr Spiel besser aufzuziehen und Frankfurt unter Druck zu setzen. So führt der erste Torabschluss der Münchner in der 22. Minute sofort zum 1:0. Nach einem Doppelpass mit Lewandowski spielt Ribéry in den Fünfmeterraum, Müller nimmt den Ball direkt, scheitert zunächst, drückt dann aber im zweiten Versuch den Ball mit dem Knie über die Linie. Nach dem Rückstand muss sich Frankfurt etwas zurückziehen, versucht aber weiter mitzuspielen und kommt nach einem Handspiel von Ribéry zu einer Freistoß-Chance (41. Minute). Da bei den Bayern die Pässe in die Schnittstelle noch nicht ankommen, geht es aus Frankfurter Sicht nur mit 0:1 in die Pause.
Müller mit dem Hattrick
Der Beginn der zweiten Halbzeit ähnelt dem der ersten. Die Frankfurter pressen sofort und stören die Bayern beim Spielaufbau. Erst in der 55. Minute haben die Bayern durch Lewandowski die erste Chance nach der Pause. In der 64. Minute hat Lahm im Mittelfeld viel Platz, lupft den Ball in den Lauf von Ribéry, der legt quer auf Müller und Müller kann unbedrängt zum 2:0 ins rechte Eck einschieben. Nur drei Minuten später geht es wieder so schnell: Einwurf Ribéry, Götze passt zu Müller, der kann sich gegen Chandler durchsetzen und drückt den Ball im Fallen unter Frankfurts Torwart durch (3:0, 67.Minute).
Frankfurt bricht ein
Kaum kommen die Pässe bei den Bayern an, erspielen sie sich sofort hochkarätige Torchancen. Wie erwartet lassen jetzt auch die Kräfte der Frankfurter nach, die nicht mehr in die Zweikämpfe kommen und nur mehr hinterherlaufen können. Bayern wird jetzt regelrecht zum Toreschießen eingeladen und so trifft in der 86. Minute auch noch der eingewechselte Shaqiri zum 4:0 Endstand.
Eintracht Frankfurt hat knapp eine Stunde aufopferungsvoll Widerstand geleistet und es den Bayern damit richtig schwer gemacht. Der Sieg fällt daher vielleicht etwas zu hoch aus. Als die Kräfte der Frankfurter nachließen, konnten die Bayern ihre Klasse ausspielen. Müller und Ribéry machten den Unterschied aus.






