von su 29.12.2021 15:05 Uhr

Corona: Wird Südtirol an Ansehen verlieren?

Die Sorge hat Reinhold Messner. In einem Beitrag in der Welt äußert sich der Bergsteiger, bangt um das Renommee des Urlaubslandes Südtirol.

Reinhold Messner, Archivbild APA (dpa)

„Wir verlieren an Renommee“, sagt der 77-Jährige in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Die Leute werden sich überlegen, ob sie zu uns zum Skifahren kommen, wenn es heißt: In Italien sind wir die schlechtesten.“

Was der Sorge Messners zugrunde liegt, ist der Umstand, dass in Südtirol italienweit der niedrigste Wert an vollständig Geimpften vorläge (Stand Dienstagabend: 68,6 Prozent). Gleichzeitig sei der Wert der Sieben-Tages-Inzidenz mit 550 der Höchste.

Sind nicht mehr zu bekehren

Es gibt seitens Messners „kaum die Hoffnung“, dass sich bisherige Impfverweigerer noch umstimmen lassen. „Es ist wahrscheinlich zu spät“, sagte Messner in der Welt. „Die, die sich bis jetzt nicht haben impfen lassen, die diese Verschwörungsmythen aus dem Netz saugen, die sind nicht mehr zu bekehren“, so Messners Auffassung.

Im Gegensatz zu Rom, wo die Wildschweine durch die Gegend laufen

„Und die Italiener lachen sich ins Fäustchen“, denn einst „waren wir das Aushängeschild von Italien“.

Wir waren, so Messner, wirtschaftlich die besten, „ordnungsliebend und hielten unser Land sauber – im Gegensatz zu Rom, wo die Wildschweine durch die Gegend laufen“.

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