Römische Zustände?

Fünf Abgeordnete zum römischen Parlament haben – bei einem Netto-Monatsgehalt von rund 13.000 Euro – um die staatliche Coronahilfe angesucht. Diese Meldung sorgte in den vergangenen Tagen für einigen Wirbel im Stiefelstaat.
Die 600 Euro umfassende Hilfsmaßnahme wären eigentlich für Freiberufler vorgesehen gewesen, die Verdiensteinbrüche erlitten haben. Veröffentlicht wurden die Namen der fünf Abgeordneten von Seiten des nationalen Fürsorgeinstitutes (INPS) aus Datenschutzgründen jedoch nicht. Dennoch forderte beispielsweise Außenminister Luigi di Maio (5 Sterne) die Betroffenen auf, das Geld zurückzuzahlen und von ihrem Amt zurückzutreten.
Aber auch auf lokalerer Ebene sollen über 2.000 Politiker italienweit die Coronahilfe beantragt haben. Dazu gehören angeblich auch vier Südtiroler Landtagsabgeordnete. Über eine „absolut seriöse Quelle in Rom“ will die Neue Südtiroler Tageszeitung sogar deren Namen erfahren haben. Darunter befinden sich sogar zwei Mitglieder der Landesregierung, wie es hieß. Eine Bestätigung oder ein Widerruf vonseiten der Beschuldigten blieb bislang aus.






