STF Pustertal fordert Vermieterschutz bis 25.000 Euro

Wie die Süd-Tiroler Freiheit mitteilt, schließt sich der Bezirksausschuss der Kritik des Landtagsabgeordneten Sven Knoll an. Die Partei bezieht sich auf ein Integrationsprojekt von Landesrätin Pamer in Pfalzen. Dort habe eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie eine frisch sanierte Wohnung mit 90 Quadratmetern als zu klein abgelehnt. Das sorge auch im Pustertal für Empörung, heißt es. Die Partei kritisiert, dass einheimische Familien, junge Paare und Alleinerziehende wegen der hohen Miet- und Lebenshaltungskosten sparen müssten und oft auf engem Raum lebten, während mit Steuergeldern Wohnungen angemietet würden, die dann abgelehnt werden. Die frei gewordene Wohnung in Pfalzen soll nach der Forderung der Süd-Tiroler Freiheit umgehend zu denselben günstigen Bedingungen an eine einheimische Familie vergeben werden.
Garantie für Vermieter und Steuervorteile
Der Bezirksausschuss verweist auf den großen Leerstand im Bezirk. Er sieht darin ein Zeichen, dass das Vertrauen privater Vermieter erschüttert ist. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb zwei Maßnahmen: Erstens soll es einen Vermieterschutz geben, nämlich eine staatliche oder landesweite Garantie von bis zu 25.000 Euro pro Wohnung bei ausbleibender Miete oder bei Schäden durch Vandalismus. Es reiche nicht, Vermietern in Pilotprojekten nur bei der Mietersuche zu helfen.
Zweitens sollen Vermieter, die langfristig und zu fairen Preisen an einheimische Familien und Arbeitnehmer vermieten, steuerlich deutlich entlastet werden. Die Partei nennt das einen Bonus für Einheimische.
Außerdem verlangt der Bezirksausschuss einen überparteilichen Kraftakt im Land und in den Gemeinden des Pustertals, damit bezahlbarer Wohnraum für die Bevölkerung gesichert wird. Die Wohnungsnot dürfe nicht länger parteipolitisch ausgesessen werden.
Neueste Meldungen






