Polizist in Bozen niedergeschlagen: 19-Jähriger festgenommen

Kontrollen in mehreren Stadtgebieten
Der Quästor von Bozen, Giuseppe Ferrari, hat in den vergangenen zwei Tagen weitere gezielte Einsätze gegen die verbreitete Kriminalität angeordnet. Im Mittelpunkt standen Stadtgebiete, die aus Sicht der öffentlichen Ordnung und Sicherheit besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Im Bahnhofspark wurde ein 21-jähriger Tunesier mit polizeilichen Voreinträgen beim Regierungskommissariat gemeldet. Bei ihm stellten die Beamten eine Dosis Haschisch sicher. In derselben Gegend fand die Drogenspürhundeeinheit eine Tüte mit 20 Gramm verkaufsfertigem Marihuana. Sie befand sich im Besitz unbekannter Personen und wurde beschlagnahmt.
Faustschlag gegen Beamten
In der Nacht mussten Streifenbeamte im historischen Stadtzentrum einen Streit zwischen zwei Personen schlichten. Ein unbeteiligter Dritter mischte sich aggressiv in den Einsatz ein. Als der junge Mann aufgefordert wurde, zur vollständigen Identifizierung in den Streifenwagen einzusteigen, ging er auf einen Beamten los, schlug ihm mit der Faust ins Gesicht und stieß ihn heftig weg.
Auch die beiden zuvor angehaltenen Personen widersetzten sich den Beamten. Die drei Männer wurden daraufhin zum Polizeipräsidium gebracht. Der aggressivste Beteiligte, ein 19-jähriger Tunesier mit polizeilichen Vorstrafen und Asylbewerber, wurde wegen Widerstands und Körperverletzung gegen einen Amtsträger festgenommen und in die örtliche Haftanstalt eingeliefert.
Die beiden anderen Männer, zwei 29-jährige Marokkaner mit legalem Aufenthaltsstatus, wurden wegen Widerstands gegen einen Amtsträger auf freiem Fuß angezeigt. Der verletzte Beamte muss mit einer Heilungsdauer von sieben Tagen rechnen.
Fünf weitere Anzeigen
Im Zuge derselben Kontrollen wurden außerdem ein 33-jähriger Italiener wegen versuchten Diebstahls in einem Gewerbebetrieb und ein 26-jähriger Tunesier wegen unbefugten Eindringens in ein Lagerhaus im Industriegebiet angezeigt. Das Lagerhaus wurde anschließend wieder freigegeben.
Ein 27-jähriger Marokkaner wurde wegen der Bedrohung eines Sicherheitsmitarbeiters in einem Gewerbebetrieb angezeigt. Zwei weitere ausländische Staatsangehörige müssen sich wegen Missachtung des Aufenthaltsverbots für die Gemeinde Bozen verantworten.
Mann soll nach Rom überstellt werden
Beamte des Polizeikommissariats Brenner kontrollierten bei der Einreise in das Staatsgebiet einen 20-jährigen Tunesier in einem internationalen Zug. Der Mann weist Vor- und Polizeistrafen auf. Bei den Überprüfungen stellte sich heraus, dass er sich illegal im Staatsgebiet aufhält.
Quästor Giuseppe Ferrari ordnete seine Ausweisung und die Überstellung in ein Abschiebezentrum in Rom an. Dort soll der Mann auf den Abschluss der für seine Rückführung erforderlichen Verfahren warten.
Insgesamt wurden am gestrigen Tag 214 Personen identifiziert und 40 Fahrzeuge kontrolliert.






