von wk 05.11.2026 17:54 Uhr

Benko schuldig: Zwei Jahre Zusatzstrafe

Signa-Gründer wegen einer wahrheitswidrigen Garantie verurteilt – Freispruch im Verfahren um eine Luxusflinte

René Benko (Bild: APA/EXPA/JOHANN GRODER)

Der frühere Signa-Chef René Benko ist am Donnerstag wegen einer wahrheitswidrigen Garantie schuldig gesprochen worden. Das Gericht verhängte eine Zusatzstrafe von zwei Jahren. Der Freispruch erfolgte im Zusammenhang mit einer Luxusflinte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Stiftung soll fünf Millionen Euro Schaden erlitten haben

Nach Ansicht des Richters wurde die Haselsteiner-Stiftung durch die Garantie um fünf Millionen Euro geschädigt. Sie habe deshalb 1,7 Millionen Euro nicht zurückgefordert und weitere 3,3 Millionen Euro eingezahlt. Die Garantie hätte laut Urteil eine Summe von beinahe zehn Millionen Euro umfasst.

Freispruch im Fall der Flinte

Richter Norbert Hofer sprach Benko vom Vorwurf frei, eine wertvolle Flinte verborgen zu haben. Die Waffe habe einen Wert von rund 80.000 Euro. Benko habe zwar Mitarbeiter angewiesen, seine zahlreichen Waffen zu verkaufen. Eine sei dabei jedoch übrig geblieben. Der Richter sah keine Handlung, mit der Benko die Waffe habe verstecken wollen. Sie sei wie die übrigen Waffen in seiner Villa in Innsbruck-Igls verwahrt worden.

Im Schlussplädoyer hatte die Staatsanwältin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Benko einen „Hang zur Täuschung und Verschleierung“ vorgeworfen. Verteidiger Norbert Wess hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Das berichtet OE24.

In einem abgehörten Telefonat mit Hans Peter Haselsteiner soll Benko über Hausdurchsuchungen gesagt haben: „Alles echt Scheiße“. Haselsteiner habe in dem Gespräch auf die Rückzahlung von fünf Millionen Euro bestanden.

 

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