von lif 30.10.2026 09:03 Uhr

Fast jedes Bett belegt: Notschlafstelle zieht Jahresbilanz

Die Notschlafstelle in Innsbruck war erstmals ein ganzes Jahr lang geöffnet und hat sich bewährt. Sie bleibt deshalb auch 2027 durchgehend offen.

Ein warmer Schlafplatz in sicherer Umgebung. (Credit: BERNHARD STOLZ FOTOGRAFIE)

Wie das Rote Kreuz Innsbruck mitteilt, fanden vom 1. November 2025 bis Ende Oktober 2026 jede Nacht obdach- und wohnungslose Menschen einen Schlafplatz. Insgesamt wurden 9.320 Nächtigungen gezählt, das entspricht einer Auslastung von 98 Prozent bei 26 Betten. Aus der früheren Winternotschlafstelle wurde damit erstmals ein Angebot für das ganze Jahr.

Das Rote Kreuz verweist auf zunehmende Armut, steigende Wohnkosten und fehlenden leistbaren Wohnraum. Stefan Biebel, Leiter der Abteilung Gesundheit und Soziale Dienste, sagt: „Obdachsuchende Menschen in Innsbruck konnten erstmals auch im Sommer unser Angebot nutzen. Die hohe Auslastung zeigt, dass diese Ausweitung des Öffnungszeitraums richtig war.“ Er dankt der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol, die den Ganzjahresbetrieb auch im nächsten Jahr ermöglichen.

Die Gäste bekommen nicht nur ein Bett, sondern auch eine warme Mahlzeit, Hygieneartikel und geschlechtergetrennte Sanitärräume mit Duschen. Betreuer und Sozialarbeiter begleiten sie dabei. Die Notschlafstelle ist täglich von 18 bis 8 Uhr geöffnet, die Aufnahme ist bis 23 Uhr möglich. Sie richtet sich an Frauen und Männer, die keine andere Übernachtungsmöglichkeit haben.

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