von wk 26.10.2026 16:56 Uhr

Ranzmaier: „Verbundenheit zu Österreich braucht keine Genehmigung aus Rom“

FPÖ-Südtirolsprecher kritisiert behördliche Hürden rund um den Großen Österreichischen Zapfenstreich in Bozen und kündigt parlamentarische Anfrage an

Christofer Ranzmaier - Foto: Screenshot Youtube/FPÖ

Der freiheitliche Südtirolsprecher und Nationalratsabgeordnete Christofer Ranzmaier kritisiert die von Landeskommandant Christoph Schmid geschilderten behördlichen Hindernisse im Vorfeld des Großen Österreichischen Zapfenstreichs am 25. Oktober auf dem Bozner Waltherplatz. Das Hissen der österreichischen Fahne und traditionelle Ehrensalven dürften nicht zum Behördenproblem werden, erklärte Ranzmaier in einer Aussendung.

„Südtirols Verbundenheit mit Österreich ist keine genehmigungspflichtige Gesinnung!“, sagte der FPÖ-Politiker. Friedliche Heimatverbundenheit verdiene Respekt. Das von ihm so bezeichnete „Behördentheater“ sei inakzeptabel.

Kritik an früheren Vorfällen

Ranzmaier verwies auch auf Vorgänge rund um die Olympischen Winterspiele. Die Aktion „Grüß Gott in Tirol“ habe Gäste willkommen geheißen und die gemeinsame Heimat sichtbar gemacht. Ein „TIROL“-Schriftzug auf einer privaten Wiese in Vintl habe einer Bäuerin hingegen eine Verwaltungsstrafe eingebracht, die mit der Straßenverkehrsordnung begründet worden sei. Die rechtliche Beurteilung sei Sache des Gerichts, sagte Ranzmaier. Politisch dürfe Tiroler Heimatbewusstsein nicht unter Generalverdacht geraten.

Ranzmaier fordert Schritte von der SVP

Auch die SVP müsse offenlegen, welche konkreten Schritte sie gegenüber den zuständigen Stellen gesetzt habe und warum solche Vorgänge trotz ihrer langjährigen Regierungsverantwortung immer wieder möglich seien. Einzelne kritische Wortmeldungen reichten nicht aus, wenn daraus keine politischen Konsequenzen folgten, so Ranzmaier.

Eine österreichische Fahne und gelebtes Tiroler Brauchtum müssten in Südtirol selbstverständlich Platz haben. Wer die Autonomie ernst nehme, müsse auch die Identität respektieren, deren Schutz zu ihren wesentlichen Aufgaben gehöre, erklärte der FPÖ-Südtirolsprecher.

Anfrage an Außenministerin Meinl-Reisinger geplant

Zugleich gratulierte Ranzmaier dem Südtiroler Schützenbund zur Veranstaltung. Der erste Große Österreichische Zapfenstreich in Bozen habe ihn tief bewegt. Sein Dank gelte Landeskommandant Christoph Schmid, Bundesgeschäftsführer Egon Zemmer, den Schützen und Marketenderinnen, den Musikanten sowie allen weiteren Beteiligten.

Zu den geschilderten Vorgängen will Ranzmaier eine parlamentarische Anfrage an die österreichische NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger einbringen. Sie solle bei den zuständigen italienischen Stellen klären lassen, auf welcher Grundlage das Hissen der österreichischen Fahne zum Behördenproblem geworden sei und die traditionellen Ehrensalven eingeschränkt werden sollten.

Quelle: FPÖ-Aussendung.

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