von wk 22.10.2026 11:16 Uhr

Keine Einhausung der A22 in Brixen und Vahrn geplant

Die Brennerautobahn AG teilt auf eine Anfrage von Landtagsabgeordnetem Franz Ploner mit: Weder die Einhausung bei Brixen noch die unterirdische Verlegung im Ortsbereich von Vahrn ist im Programm der neuen A22-Konzession vorgesehen. Offen bleibt, ob die verlangte Machbarkeitsprüfung tatsächlich in Auftrag gegeben wurde.

Foto: verkehrsinfos.it

Gemeinden warten seit 2025 auf Antwort

Der Brixner Gemeinderat hatte am 28. November 2024 einen Antrag des Team K genehmigt. Damit wurde der Gemeindeausschuss beauftragt, über das Land bei der Brennerautobahn AG die Machbarkeit und die technisch-wirtschaftliche Nachhaltigkeit einer Einhausung der A22 prüfen zu lassen.

Am 11. Februar 2025 ersuchten die Bürgermeister von Brixen und Vahrn Landesrat Daniel Alfreider, die Prüfung für den Abschnitt vom Krankenhaus bis zur Autobahneinfahrt Süd zeitnah zu veranlassen. Beigelegt war eine Machbarkeitsstudie der Gemeinde Vahrn zur unterirdischen Verlegung der Autobahn im Dorfbereich. Laut der Gemeinde Brixen blieb eine Antwort bislang aus.

Landtagsabgeordneter Franz Ploner griff das Thema in einer Anfrage zur Aktuellen Fragestunde auf. Er wollte unter anderem wissen, ob das Schreiben an die Brennerautobahn AG weitergeleitet und eine Prüfung beauftragt wurde – und ob die Projekte in das Investitionsprogramm der neuen Konzession aufgenommen werden.

Autobahn AG verweist auf fehlende Finanzierung

In ihrer Stellungnahme erklärt die Brennerautobahn AG, dass Autobahnkonzessionäre die ihnen zugewiesene Strecke im Auftrag des Staates verwalten. Investitionen in die Infrastruktur müssten mit dem zuständigen italienischen Ministerium für Infrastruktur und Verkehr (MIT) vereinbart und von diesem genehmigt werden. Das Wirtschafts- und Finanzprogramm der derzeitigen Konzession sehe keine Einhausung der A22 zwischen Brenner und Modena vor.

Auch in der neuen Konzession seien weder Untertunnelungen noch Einhausungen vorgesehen. Das MIT habe das Vergabeverfahren für die neue Konzession der Brennerautobahn bereits eingeleitet. Unter den zahlreichen Arbeiten, die der künftige Konzessionär ausführen soll, seien die beiden Vorhaben nicht enthalten.

Konkrete Antwort zur Machbarkeitsprüfung fehlt

Ob das Schreiben der Bürgermeister weitergeleitet und eine Machbarkeitsprüfung beauftragt wurde, geht aus der Stellungnahme nicht hervor. Auch eine Bewertung der Vahrner Studie enthält das Schreiben nicht. Die Brennerautobahn AG verweist stattdessen auf ihre Zuständigkeit und die fehlende Aufnahme der Projekte in die laufenden und künftigen Investitionsprogramme.

Damit ist zumindest klar: Für eine Einhausung in Brixen oder eine Verlegung der A22 in Vahrn gibt es im geplanten Investitionsprogramm der neuen Konzession derzeit keine Zusage. Die Frage, was mit der verlangten Machbarkeitsprüfung geschehen ist, bleibt offen.

 

 

 

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