Südtirols Landesverwaltung setzt auf künstliche Intelligenz

Die künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Südtiroler Landesverwaltung. Doch beim Einsatz der neuen Technologie gibt es noch Nachholbedarf, wie erste Ergebnisse einer Erhebung zeigen, die am Dienstag beim Forum Digital in Bozen vorgestellt wurden.
Laut der Untersuchung nutzen bereits 80 Prozent der Landesbediensteten KI. Gleichzeitig geben 75 Prozent an, dass es dafür keine klaren Regeln und Kontrollmechanismen gibt. Die KI-Kompetenz der untersuchten Körperschaften liegt auf einer Skala von eins bis fünf bei durchschnittlich 1,8 Punkten. Die Ambitionen für den Einsatz der Technologie sind mit 4,3 Punkten hingegen deutlich höher.
Was geplant ist
Die geplante KI-Strategie des Landes soll diese Lücke schließen. Im Mittelpunkt stehen verbindliche Regeln, Schulungen für Mitarbeitende, die technischen Voraussetzungen und konkrete Anwendungsfälle. Ziel sind einfachere, schnellere und besser zugängliche Dienstleistungen für Bürger, Bürgerinnen und Unternehmen. Die Umsetzung des dreijährigen Programms soll 2027 beginnen.
Wie ein eigenständiger und kontrollierter Einsatz von KI aussehen kann, zeigt die Südtiroler Informatik AG mit dem Programmierassistenten Larix. Die Anwendung läuft auf eigenen Servern und wird bereits von 42 Entwicklern genutzt. Dabei bleibt die Verantwortung beim Menschen: Sämtliche von der KI vorgeschlagenen Änderungen werden von Mitarbeitenden überprüft und freigegeben.
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