von wk 16.10.2026 12:40 Uhr

1.265 Strommasten sollen aus dem Eisacktal verschwinden

262,5 Kilometer Freileitungen und 1.265 Strommasten sollen abgebaut werden. Nach der Prüfung von 29 Einwänden hat der Umweltbeirat ein positives Gutachten abgegeben.

Foto: LPA/Claudia Corrent

Die Neuordnung der Hochspannungsleitungen im Eisacktal ist im Genehmigungsverfahren einen Schritt weiter. Die Landesregierung hat am 16. Oktober beschlossen, das Umweltverträglichkeitsverfahren wieder aufzunehmen. Das Vorhaben geht auf einen Antrag des staatlichen Netzbetreibers Terna zurück.

Geplant ist, insgesamt 262,5 Kilometer bestehende Freileitungen abzubauen und 1.265 Strommasten zu entfernen. Das Projekt soll die Stromversorgung modernisieren und leistungsfähiger machen. Zugleich soll es die Landschaft, die Umwelt und die Bevölkerung in den bewohnten Gebieten entlasten. Auch die Versorgungssicherheit des Brenner Basistunnels soll damit gewährleistet werden.

Umweltbeirat prüfte 29 Einwände

Die Projektunterlagen lagen ab dem 15. Juli für 30 Tage in den betroffenen Gemeinden auf und waren online einsehbar. Grundeigentümer und interessierte Bürger konnten prüfen, ob ihre Grundstücke vom Vorhaben betroffen sind. Während der Einsichtnahme gingen beim Landesamt für Umweltprüfungen und beim Umweltministerium in Rom zahlreiche Hinweise ein.

Der Umweltbeirat des Landes prüfte 29 Einwände und gab am 16. September ein positives Gutachten zur Umweltverträglichkeit ab. Dabei wurden laut Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz auch Verbesserungen vorgeschlagen, darunter Anpassungen an der geplanten Trasse.

Teil der Verbindung könnte unterirdisch verlaufen

Eine weitere Optimierung betrifft die Verbindung zwischen der Umspannkabine in Klausen und der neuen Hochspannungstrasse. Diese könnte nach Angaben des Landes mit hoher Wahrscheinlichkeit vollständig unterirdisch verlegt werden. Die konkrete Planung soll in der Ausführungsplanung erfolgen.

Die Landesregierung folgt der Bewertung des Umweltbeirats. Allgemeine Auflagen für Bau und Ausführung bleiben bestehen. Bei der Festlegung der genauen Standorte der Strommasten sollen außerdem die Gemeinden und die betroffenen Grundeigentümer eingebunden werden.

Weitere Verbesserungen bei der Ausführungsplanung möglich

Landesrat Peter Brunner kündigte an, den Austausch mit der Bevölkerung fortzuführen. Auch bei der Ausführungsplanung könnten Terna und die Grundeigentümer noch Verbesserungen erarbeiten. Mit der Wiederaufnahme des Verfahrens könne das Projekt nun weiter vorangetrieben werden.

Quelle: Presseamt des Landes Südtirol

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